Das sehe ich ganz genauso, dass man als Mutter/Vater vor seinen Kindern (wie auch im sonstigen Leben) das Thema Tod auf keinen Fall tabuisieren sollte.
Im Falle eines Todesfalls (tolle Wortwahl) haben die Kinder genauso wie die Erwachsenen das Recht, sich angemessen von ihren Angehörigen zu verabschieden.
Ob die Kinder auch wirklich daran teilhaben wollen, sollte man ihnen überlassen, denn zur Teilnahme an z.B. einer Beerdigung sollte man niemanden zwingen; aber im umgekehrten Fall darf man, wie ich finde, das Thema Tod vor seinen Kindern auch nicht "geheimhalten", sondern sollte mit ihnen darüber sprechen.
Ich habe in meiner Familie insgesamt schon drei Todesfälle miterlebt und war bei dem ersten Mal auch erst elf. Trotzdem bin ich zusammen mit meiner Familie (Eltern, Bruder, Verwandte etc.) zu der Trauerfeier (komisches Wort) und auch zur Beerdigung gegangen; gleiches tat ich auch bei den zwei darauffolgenden Trauerfällen.
Insgesamt bin ich froh darüber, dass meine Eltern mich nicht aus falscher Rücksichtnahme vor dem Thema Tod zu "bewahren" suchten, und ich denke, sollte ich jemals Kinder haben, werde ich das auch so machen.
The hardest thing in this world is to live in it.
Be brave.
Live.
“Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.” [Marie Curie]