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z3ck3

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1

Samstag, 28. Februar 2004, 20:56

Freenet AG sperrt Seiten von Kritikern

Leute die bei Freenet (01919) waren, wechseln wollen oder bei dene sind sollten ma das hier lesen: http://www.freenetbeschiss.de.vu Finde das schon zimlich heftig... und klingt alles mehr als einleuchtend... war zum glück noch nie Kunde bei denen. Hab immer nur CbC benutzt und das ist schon Jahre her



Internet-Provider Freenet AG sperrt Seiten von Kritikern

[28.02.2004 18:36]

Der Internet-Provider Freenet[1] fährt schwere Geschütze gegen Kritiker auf: Schon seit einigen Tagen sind mindestens zwei Internetseiten für viele Freenet-Kunden mit Einwahlzugängen beziehungsweise für Nutzer des Call-by-Call-Angebots nicht mehr erreichbar. Stattdessen werden sie auf eine Freenet-eigene Seite umgeleitet.

Die Sperre richtet sich gegen die Webseiten www.freenetbeschiss.de.vu[2] und www.dirk-hertfelder.de[3], die teilweise herbe Kritik an dem Geschäftsgebaren des Providers üben. Auf den Seiten wird Freenet unter anderem des Betrugs bezichtigt, weil das Unternehmen unberechtigte Rechnungen an seine Kunden verschicke und das Geld mit Hilfe von Inkassobüros einfordere. Die Kritiker veröffentlichen Vorlagen für Kündigungen und Strafanzeigen gegen Freenet. Des Weiteren wird Freenet vorgeworfen, Beiträge in Foren zu manipulieren.

Mit Kritik an dem Provider stehen die Autoren nicht allein. Im Dezember hatte beispielsweise c't in Heft 26/03, S. 81[4] und im Fernsehen[5] über das zweifelhafte Vorgehen der Freenet AG wegen angeblich ausstehender Zahlungen berichtet.

Die Sperre wird offensichtlich über den Zwangsproxy des Providers bei den Einwahl-Zugängen realisiert, der die ausgehenden Anfragen des Kunden auf Port 80 abfängt. Diese Technik sorgt unter anderem dafür, dass Freenet-Kunden beim ersten Seitenabruf nach der Einwahl die Portalseite des Providers ausgeliefert bekommen -- egal, welche Seite sie ursprünglich angefordert hatten.

heise online konnte die Umleitung der Freenet-kritischen Seiten über den Call-by-Call-Zugang von Freenet verifizieren. Statt der angeforderten Informationen erscheint die Counterstrike-Seite www.cs.4players.de/index2.php3[6] des zur freenet.de AG gehörenden Angebots 4players.de.

In seinen AGB[7] macht der Provider allerdings auf gewisse Einschränkungen aufmerksam: "Den vom Nutzer durch seine URL-Eingabe angestoßenen sog. requests zum Seitenaufruf kann automatisch ein freenet-Code angehängt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen dieses Verfahrens einige Webseiten u. U. bei Nutzung dieses Tarifes nicht erreichbar sein können." Ob dies jedoch das aktuelle Vorgehen abdeckt, ist jedoch zweifelhaft: Schließlich wird nicht einfach ein Code angehängt, sondern der Provider leitet fremde Seitenaufrufe auf das eigene Angebot um. (Torsten Kleinz) /
(bo[8]/c't)

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/45099

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.freenet.de/
[2] http://www.freenetbeschiss.de.vu
[3] http://www.dirk-hertfelder.de
[4] http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2003/26/81
[5] http://www.heise.de/ct/tv/archiv/03/1213/
[6] http://www.cs.4players.de/index2.php3
[7] http://ftp.freenet.de/pub/freenet-ag.de/agb/agb_freenet.pdf
[8] mailto:bo@ct.heise.de
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Senshi

Profi

Registrierungsdatum: 25. September 2003

Beiträge: 638

2

Sonntag, 29. Februar 2004, 16:25

so ne schweinerei!

die SED unter den ISP! 8o X(
life sucks-then you die,rebirth, destiny fullfilled
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

3

Sonntag, 29. Februar 2004, 16:37

übel.... hier kommt die internetmafia... aber wir sollten lieber ruhigs ein, nicht das stattd er CoD eine CS seite erscheint ;p
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
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z3ck3

unregistriert

4

Sonntag, 29. Februar 2004, 20:52

Gelesen auf www.3dcenter.de:

Wie der Heise Newsticker berichtet, sperrte der Internet-Provider Freenet zwei Freenet-kritische Seiten (Der grosse Freenet-Beschiss & Anormaler Freedepp) für seine Kunden - diese werden dann auf ein Freenet-eigenes Angebot umgeleitet. Freenet befindet sich damit allerdings auf rechtlich extrem unsicherer Basis. Zwar erlauben den AGB von Freenet das Anhängen von Code an eine Internetseite - damit könnte man beispielsweise ein extra Freenet-Fenster oder eine Freenet-Taskleiste ermöglichen - daß komplette Ausblenden einer Internetseite geht jedoch weit über das "Anhängen von Code" hinaus ...

... Zudem kann man als Freenet-Kunde berechtigterweise argumentieren, "in gutem Glauben" mit Freenet einen Vertrag eingegangen zu sein, wonach dieser Provider Zugriff auf alle (zumindestens alle in Deutschland legalen) Internetseiten bieten würde - schließlich behauptet der Provider in seiner Eigendarstellung auch nichts gegenteiliges und es ist entspricht nun einmal der alltäglichen Aufgabe eines Internet Service Providers, exakt diesen uneingeschränkten Zugang herzustellen. Insofern ergibt sich wohl schon allein aus dieser Meldung über die zwei gesperrten Seiten durchaus ein Recht auf fristlose Kündigung bei Freenet - sofern man dort Kunde ist - weil der Provider eine Leistung nicht vollständig erfüllt ...

... Ganz nebenbei sehen wir zudem noch ein anderes Problem für Freenet, die allgemeine Internet-Überwachung in Deutschland betreffend. Denn wenn es darum geht, die "Bedürfnisse" der staatlichen Überwacher zu befriedigen, bilden die Internet-Provider zumeist eine geschlossene Gegenfront - sicherlich weniger wegen Bedenken der Bürgerrechte betreffend, als vielmehr deshalb, weil der Staat die nicht unerheblichen Kosten der totalen Überwachung gleich vollständig auf die Provider abzuwälzen gedenkt. Nichts desto trotz lautet die Argumentation der Provider in diesem Fall regelmäßig, nur ein Zugangsanbieter zu sein, kein Inhalteanbieter ...

... Und als Zugangsanbieter, was vor dem Gesetz ein wesentlicher Unterschied ist, kann man nun nicht für die Inhalte selber verantwortlich gemacht werden bzw. will diese weder kontrollieren noch einschränken - genauso wenig, wie jemand auf die Idee kommen würde, die Deutsche Post für den Inhalt von Briefsendungen verantwortlich zu machen oder von dieser eine Kontrolle aller privaten Post zu fordern. In dem vorgenannten Fall schwingt sich jedoch Freenet allerdings doch wieder zu einer Inhaltskontrolle auf und durchbricht damit - aus Eigennutz - diese allgemeine Argumentationslinie von Providern und Bürgerrechtsschützern. Konkret: Freenet muß sich wohl entscheiden, ob man Inhalteanbieter sein will, dann kann man die zwei Freenet-kritischen Angebote durchaus blockieren, oder ob man Zugangsanbieter sein will ...

... In ersterem Fall hätte man dann aber auch mit der vollen Härte des deutschen Gesetzes bei allen potentiell in Deutschland illegalen Inhalten zu rechnen. In zweiterem Fall steht es Freenet per Defintion als Zugangsanbieter nicht im geringsten zu, irgendwelche Zensur auszuüben - es sei denn, sie wird von staatlichen Stellen angewiesen oder es handelt sich eventuell um ein spezielles Surf-Angebot für Heranwachsende (was auf diesen Fall nicht zutrifft). Bleibt zu hoffen, daß die Diskussion über diese Vorfälle Freenet schnellstmöglich von seinem Irrweg abbringt - denn sollte dies nicht passieren, würde man anderen Providern nur den Weg in die gleiche Richtung ebnen.
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Resurrected

MiesePÖHter

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 3 031

Geschlecht: Männlich

5

Sonntag, 29. Februar 2004, 22:44

Seid gegrüßt!
Hm...also ich bin dieses Jahr 5 Jahre bei Freenet, und hatte noch nie Probleme. Was diese Sache angeht, naja... Aber ich bin ansonsten eigentlich rundum zufrieden mit Freenet, ich denke man sollte die hier nicht schlechter machen als sie sind. Da haben andere noch viel mehr Leichen im Keller denk ich.

Resurrected

As sure as night is dark and day is light...
I keep you on my mind both day and night...
And happiness I've known proves that it's right...
Because you're mine...
I walk the line
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z3ck3

unregistriert

6

Sonntag, 29. Februar 2004, 23:54

Ich hab das net gepostet weils nur um irgendwelche falsche Rechnungen und andere Abzocke geht. Das ist bei vielen CbC und IbC Firmen so.

Hab das gepostet, weil die Seiten sperren, die kritisch Texte über das Unternehmen veröffentlichen.

Stell dir mal vor die Telekom würde alle Seien sperren, die zu alternativen Anbietern führen oder zu Seiten die auf Alternativen hinweisen.
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GeliebtedesTodes

Verspieltes Miststück

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2003

Beiträge: 1 959

Geschlecht: Weiblich

7

Sonntag, 29. Februar 2004, 23:59

mhm shcient aj was dran zu sein an dem vorwurf des betruges, sonst würden die solche sieten ja nicht sperren..

Bescheuert!
Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht,

weil keiner ihnen aufs Maul haut


[Klaus Kinski]
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

8

Montag, 1. März 2004, 18:43

erinnert glatt an die indizierung des Liedes "deutschland" vond en prinzen. nein leute hört bloß nicht hin, die argumente sind zu stichhaltig *gg*
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
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z3ck3

unregistriert

9

Dienstag, 2. März 2004, 14:36

Website-Sperren: Provider Freenet AG rudert zurück
[02.03.2004 14:00]


Nachdem die Sperrungen der Freenet.de AG gegen zwei Webseiten[1] von Kritikern bekannt geworden waren, rudert der Provider nunmehr zurück. Am heutigen Dienstag waren die zwei Freenet-kritischen Seiten auch wieder über die Einwahlzugänge von Freenet abzurufen. Der Provider spricht von dem eigenmächtigen Schritt eines Mitarbeiters. Freenet will nun mit rechtlichen Schritten gegen die Betreiber der Seiten vorgehen. Einen Teilerfolg konnte der Provider schon verbuchen: Die Seite www.freenetbeschiss.de.vu[2] wurde am Dienstag gegen frühen Nachmittag offenbar vom Serverbetreiber gelöscht -- verfügbar ist sie allerdings momentan noch unter v4.livegate.net/freenetbesch/home.htm[3].

In einer offiziellen Stellungnahme begründet der Provider die Aufhebung der Blockade über den Zwangsproxy: "Nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung wurde diese Sperrung am Abend des 01. 3. 2004 wieder aufgehoben, denn Freenet bekennt sich zum offenen Internet". Zum eigentlichen Sperrvorgang gibt der Provider wenig bekannt. "Nach Kenntnisnahme der beiden betreffenden Seiten hat ein Freenet.de Mitarbeiter pflichtbewusst versucht, die Betreiber der Sites ausfindig zu machen. Dies ist beispielsweise im Fall von freenetbeschiss.de.vu nicht möglich gewesen, da es sich hier um ein anonymes Angebot handelt. Um weiteren Schaden für die Unternehmung Freenet abzuwenden, hat der Mitarbeiter die Sperrung dieser Seiten für Freenet.de-Kunden veranlasst." Die Sperre habe einige Tage bestanden, genaueres war von Freenet noch nicht zu erfahren.

Damit widerspricht der Provider auch den Gerüchten, die Webseitenbetreiber selbst könnten die Sperre durch Freenet nur vorgetäuscht haben. Dies war am Wochenende teilweise unter Berufung auf einen Freenet-Mitarbeiter verbreitet[4] worden.

Ganz gründlich kann die Suche des Providers nach Ansprechpartnern allerdings nicht verlaufen sein. Die zweite gesperrte Webseite mit dem Titel "Anormaler Freedepp[5]" weist ein Impressum mit Name und Telefonnummer des Betreibers auf. Auf Nachfrage von heise online gab der Sozialpädagoge an, weder vor noch nach der Webseitensperre von Freenet wegen angeblich illegaler Inhalte auf seiner Webseite kontaktiert worden zu sein. Der letzte Kontakt habe im November stattgefunden, als der Provider ihm die Rückzahlung zu Unrecht erhobener Mahngebühren zugesagt habe. Die Zahlung sei am 18. Februar erfolgt. Im übrigen wolle er den Provider auch nicht schädigen. Ihm sei es um den Erfahrungsaustausch unter Freenet-Kunden gegangen, nachdem von ihm im Sommer 2003 von Freenet ungerechtfertigt Kosten in Rechnung gestellt worden waren.

Unrechtsbewusstsein wegen der Blockaden zeigt Freenet nicht: In der Stellungnahme wird ausdrücklich davon gesprochen, dass der Mitarbeiter "pflichtbewusst" gehandelt habe, als er die Umleitungen veranlasst habe. Die Seiten enthielten "Markenrechtsverletzungen sowie grob geschäftsschädigende, unhaltbare Vorwürfe und Verleumdungen" oder würden auf solche Seiten verweisen. Von einem generellen Abrechnungsproblem will Pressesprecherin Elke Rüther nichts wissen, es handele sich vielmehr um Einzelfälle.

Das Ziel der Sperrungen wurde auf alle Fälle verfehlt. Hatte die Webseite von Dirk Hertfelder von November bis Februar lediglich 50 bis 100 Besucher täglich, kamen über das Wochenende 20.000 Seitenaufrufe hinzu. In Foren berichten viele unzufriedene Kunden der Freenet.de AG von falschen Abrechnungen und weiteren Problemen. (Torsten Kleinz) /

(jk[6]/c't)


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URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/45180
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/45099
[2] http://www.freenetbeschiss.de.vu
[3] http://v4.livegate.net/freenetbesch/home.htm
[4] http://www.dslteam.de/news1033.html
[5] http://www.dirk-hertfelder.de/
[6] mailto:jk@ct.heise.de
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z3ck3

unregistriert

10

Montag, 15. März 2004, 15:21

Freenet AG: Abmahnungen statt Websperren
[15.03.2004 13:58]


Nachdem die Sperre[1] von Webseiten durch den Internet-Provider Freenet gescheitert[2] ist, versucht das Unternehmen auf juristischem Wege, die unliebsamen Inhalte von Kritikern der Firma aus dem Internet zu verbannen. heise online liegen mehrere Abmahnungen vor, mit denen Freenet gegen Kritiker vorgeht. Das Unternehmen nimmt dabei auch Personen ins Visier, die Links auf die Seiten von Kritikern verbreiten, weil sich diese den Inhalt der Seiten zu Eigen gemacht hätten. Inzwischen werden neue Vorwürfe gegen Freenet laut.

Dirk Hertfelder hat am vergangenen Mittwoch eine Abmahnung erhalten, die es ihm unter anderem untersagt, auf Webseiten Dritter zu verweisen, sofern diese rufschädigende oder beleidigende Inhalte gegen Freenet enthielten. Der ehemalige Freenet-Kunde hat daraufhin erst einmal sämtliche Links, Erfahrungsberichte und Empfehlungen für Freenet-Kunden von seiner Webseite[3] mit dem Titel "Anormaler Freedirk" gelöscht.

Die Kanzlei, die Freenet vertritt, macht ordentlich Druck. Hertfelder wurde zuerst nur ein Tag Zeit zur Abgabe einer Unterlassungserklärung gegeben -- zu kurz für den Privatmann, um einen Anwalt zu konsultieren. Freenet verlängerte die Frist inzwischen bis Dienstag unter der Voraussetzung, dass die beanstandeten Inhalte gelöscht wurden. Der Streitwert wurde mit 100.000 Euro angegeben, sodass Hertfelder nun über 1000 Euro Gebühren für die Abmahnung zahlen soll. Wie es mit der Webseite weitergeht, konnte Hertfelder heute gegenüber heise online noch nicht berichten: Er will sich zuerst mit seinem Anwalt beraten.

Die anonymen Autoren der Seite "Freenetbeschiss" hingegen denken offenbar nicht daran, aufzugeben. Nachdem ihre Webpräsenz bereits von zwei Providern gelöscht wurde, sind inzwischen auf drei[4] im Ausland[5] angesiedelte Provider[6] ausgewichen. Kämpferisch heißt es auf der Webseite: "Unsere Seite wird immer im Netz existieren. Sie soll eine Hilfe für alle Abgezockten sein, die sich gegen die Geschäftspraktiken des Internetproviders zur Wehr setzen wollen."

Vorerst kostenfrei ging die Seite Chef duzen[7] aus, in deren Forum[8] über die Arbeitsbedingungen im Kieler Call-Center von Freenet berichtet wurde. Der Betreiber der Webseite ging mit der Forderung der Rechtsabteilung des Providers aber eher humorvoll um. Er löschte die beanstandeten Inhalte nicht kommentarlos, sondern ersetzte die Äußerungen durch das jeweilige Gegenteil und markierte die Passagen rot. Statt einer Beschwerde liest man nun beispielsweise: "Wir sind uns doch wohl uneinig: Glück wird dort sowohl den Kunden gebracht, als auch den hochmotivierten Mitarbeitern. Und der Hamburger Super-Provider nagt deshalb vielleicht bald aus Großherzigkeit am Hungertuch."

Weniger humorvoll sieht Andreas Kehren[9], Geschäftsführer der Mediador GmbH[10] seinen Streit mit Freenet. Er hat eine Abmahnung erhalten, weil er einen Link auf die Seite Freenetbeschiss an sämtliche Vertriebspartner Freenets verschickt hat. Damit hat er sich nach Auffassung des Providers die Inhalte zu Eigen gemacht und soll eine Unterlassungserklärung abgeben. Kehren weigert sich, diese Erklärung zu unterschreiben. Er führt unter anderem an, dass er die Mail als Privatmann verschickt habe. Sein Unternehmen war selbst Vertriebspartner von Freenet. Nach Angaben Kehrens ist noch eine Rechnung von über 50.000 Euro offen, weshalb er gegen Freenet klagen will. Mediador musste inzwischen Konkurs anmelden.

In seinem Bemühen, rufschädigende Äußerungen zu unterbinden, ist der Provider insgesamt allerdings wenig erfolgreich. Bei den Kritikern gehen immer neue Solidaritätsbekundungen und Erfahrungsberichte ein. Die Seite von Dirk Hertfelder alleine konnte in den letzten Wochen über 30.000 Abrufe verbuchen. (Torsten Kleinz) /

(jk[11]/c't)


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http://www.heise.de/newsticker/meldung/45548
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/45099
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/45180
[3] http://www.dirk-hertfelder.de/
[4] http://abzocke.planetaclix.pt/home.htm
[5] http://www.ausgespoerrt.de.hm/
[6] http://www.abzocke.de.gg/
[7] http://www.chefduzen.de/
[8] http://www.chefduzen.de/viewtopic.php?t=222
[9] http://handy-andy.de/
[10] http://mediador-gmbh.de/
[11] mailto:jk@ct.heise.de
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z3ck3

unregistriert

11

Mittwoch, 17. März 2004, 15:32

Freenet.de AG geht auf Kunden zu

Um größere Image-Schäden entgegenzuwirken, geht der Provider Freenet AG[1] jetzt auf seine Kunden zu. In verschiedenen Internet-Foren postete ein Freenet-Mitarbeiter am gestrigen Dienstag eine Faxnummer, über die sich unzufriedene Kunden kostenlos an den Freenet-Support wenden können. Die Nummer wurde am vergangenen Freitag freigeschaltet, um dem gesteigerten Interesse gerecht zu werden, bestätigte der Provider.

Im Anschluss an die Berichterstattung um Sperrung[2] und Abmahnung[3] von Kritikerseiten hatten sich in Internet-Foren viele unzufriedene Freenet-Kunden zu Wort gemeldet, die sich über Abrechnungsprobleme und nicht nachvollziehbare Mahnungen durch die Rechtsanwaltskanzlei KSP[4] beklagten. Ein andere oft wiederholte Kritik betraf den Support: Viele Kunden beschwerten sich, dass der Provider auf ihre Beschwerden nicht oder nur unzureichend reagiert habe.

Auf die teilweise herbe Kritik reagiert Freenet nun offenbar. In dem Posting[5] werden die Kunden aufgefordert, ihren bisherigen Schriftwechsel zusammenzufassen und samt Name, Anschrift, Kundennummer und Buchungsnummer der T-Com an die Faxnummer 08 00/010 19 21 zu faxen. Pressesprecherin Elke Rüther betonte im Gespräch mit heise online noch einmal, dass es sich um kein generelles Problem handele. Die kostenlose Faxnummer sei nur für Forennutzer gedacht und werde auch nicht auf den offiziellen Seiten von Freenet.de erscheinen. Die restlichen Kunden sollten auf den üblichen Wegen mit dem Freenet-Support Kontakt aufnehmen.

Hinter dem Nicknamen Dr_Abuse, der in dem Posting auftaucht, verbirgt sich ein Freenet-Mitarbeiter, der im Auftrag seines Arbeitgebers an verschiedenen Internet-Foren teilnimmt und sich auch oft als Ansprechpartner des Providers zu erkennen gibt. Allerdings soll dies nicht immer der Fall sein: Die Seite "Freenetbeschiss" wirft[6] dem Mitarbeiter vor, unter verschiedenen Nicknamen zu agieren und unter anderem bei dem Verbraucherportal Ciao.com[7] einen positiven Kundenbericht über das Angebot "01019 freenet" verfasst zu haben.

Kein Entgegenkommen gibt es hingegen für die Betreiber der von Freenet abgemahnten Internet-Seiten. Dirk Hertfelder hat nach Rücksprache mit seinem Anwalt die geforderte Unterlassungserklärung unterzeichnet und beabsichtigt die Abmahngebühr in Höhe von über 1000 Euro zu bezahlen. Trotz der Abschaltung großer Teile der Homepage ist das Interesse groß. In dem kürzlich gelöschten Gästebuch sind schon wieder über 70 Einträge zusammengekommen. In einer anderen Angelegenheit musste Freenet eine juristische Schlappe einstecken: Das Landgericht Berlin untersagte dem Provider in einer Einstweiligen Verfügung die Behauptung, er sei "Deutschlands zweitgrößtes Internet-Telekommunikationsunternehmen". Die United-Internet[8]-Tochter GMX hatte die Verfügung beantragt. (Torsten Kleinz) /

(jk[9]/c't) (jk/c't)



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http://www.heise.de/newsticker/meldung/45673

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.freenet.de/
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/45099
[3] http://www.heise.de/newsticker/meldung/45548"
[4] http://www.ksp.de/
[5] http://www.heise.de/newsticker/foren/go.…&forum_id=54073
[6] http://abzocke.planetaclix.pt/kontrolle.htm
[7] http://www.ciao.com
[8] http://www.united-internet.de/
[9] mailto:jk@ct.heise.de
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