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Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

1

Samstag, 9. Juli 2005, 20:01

Asylpolitik vs. Fußball WM

Zur aktuelldeutschen Asylpolitik gibt es wieder einmal schockierende Entwicklungen. Nahc zwei rassistich motivierten Morden durch ehörden, zieht nun ein ganzes Asylbewerberheim den kürzeren gegenüber Fußballfans:

In hamburg Altona befindet sich ein Wohnschiff welches für Asylbewerber zur verfügung steht. Ausgenutzt wird es natürlich nciht, schließlich dürfen immer weniger "Ausländer" nach Deutschland herein, bzw. kriegen ihr Asyl bewilligt.
Es steht jedenfalls recht nah am zentrum, und auch wenn die Lebensqualität irgendwo unten ist, liegt es ganz gut.
Nun hat die Stadt natürlich angst, schließlich gibts ja bald die Fußball WM: Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen werden die Asylbeantrager in ein Waldstück in Mecklenburg-Vorpommern in eine Ausgediente kaserne verlagert. Da sieht sie einmal keiner, der sich dadurch gestört fühlen könnte.
Zudem soll das Wohnschiff saniert werden, damit nun anreisende Fans gegen bares dort hausen können.

Background: http://archiv.mopo.de/archiv/2004/200407…0618479228.html
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
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Baudelaire
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Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

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2

Samstag, 9. Juli 2005, 21:13

schonmal versucht, da auch die vorteile zu sehen`? wahrscheinlich nicht, oder...wenns vom deutschen staat veranlasst wurde kann es ja nur ganz ganz böse sein.....

ob die asylanten glücklicher wären, wenn hunderte bekloppter hools an ihrem haus vorbeimaschieren? glaube kaum....

ist es nicht gut, ländlich zu leben? betreut vom hilfsdienst?

:::

was die quellenangabe jedoch mit der WM zu tun haben soll bleibt mir wohl verschlossen....entweder ist das "interpretation" oder der link wurde geändert

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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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3

Samstag, 9. Juli 2005, 21:30

da hat mich aber einer gut verstanden :)
die staatskritik geht bei mir natürlich mit einher. positives erkennen kann ich an der situation leider nix:

es ist geld da um das ding zu sanieren, aber erst wenn fußballfans drin wohnen (gut können wir jetzt finanziell nachvollziehen, aber sicherlich net menschlich).
Wenn Deutschland sich als Gastfreundlich definiert und sich als Weltoffen verkauft ist es ein armseliges eingeständnis, ausländer nicht vor hooligans schützen zu können.
Wieso dann fußballreisende (ebenfalls ausländer) dort sicherer leben solten ist mir ebenfalls nicht klar.

Ländlich zu leben ist in sonnem fall schrecklich, jeder weiß wie gespannt die isolationssituation in einem asylbewerberheim sowieo schon ist, zwangsverlagert zu werden und dann in der pampa zu landen macht die situation sicherlich net einfacher.

Ich sehe an dieser umsiedlung keinen positiven nutzen, ausser für den staat. ich finde es einfach unerträglich da shier leute die nicht insstadtbild passen einfach mal fremdbestimmt umgesiedelt werden.
Das die asylbewerber eh rehctlos sind und nicht wirklich mitbestimmen könnenwas jetzt passiert ist ein weiterer enorm heftiger akt. und das veranlasst mich primär das zu kritiseren (als böse hab ichs imo nie definiert). wenn hier menschen als umlagerungsgüter betrachtet werden ist das schlicht und ergreifend zum kotzen.
der mensch zählt ind er ganzen situation doch garnet mehr. und so leid es mir tut, das ist nunmal bezeichnend für (Deutsche)Behörden.

schonmal versucht, da auch die Nachteile zu sehen? Wahrscheinlich nicht, oder... wenns von nem staatsablehnendem kritisiert wurde, kanns ja nur ganz ganz (+ganz) böse sein.....(+...) ;p

@quelle es gibt noch ne zweite, da ich die aber inhaltlich eigentlich komplett übernommen ahbe, hab ich s enet verlinkt: http://de.indymedia.org/2005/07/122522.shtml
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Medivh

Moderator

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Beiträge: 1 162

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4

Sonntag, 10. Juli 2005, 07:22

daß hier über die Küpfe der Asylanten hinweg entschieden wird ist sicherlich nicht schön, andererseits sind es eben auch Asylanten. Bürger eines anderen Staates die hier, in einem ruhigen fremen Land, für befristete Zeit Asyl und Unterschlupf suchen bis sie wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
Für ihre Unterbringung sorgt der Staat. Er ist es auch der für ihren Unterhalt zahlt. Wenn der Staat nun eben eine neue Unterkunft für sie vorsieht dann haben sie sich danach zu richten.
Würde dem Staat der Mensch überhaupt nichts zählen, dann würde er Asylanten weder unterstützen, noch sie überhaupt aufnehmen.

Deutschland ist, was die Vergabe von Asylrecht und der eigenen Staatsbürgerschaft angeht schon recht liberal.
Versuch doch mal schweizer Staatsbürger zu werden... oder amerikanischer...

Warum setzt du übrigens Ausländer in Anführungszeichen?
Wenn du dich mit dem Alkohol einlässt verändert sich nicht der Alkohol, der Alkohol verändert dich!
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Elen

Elbenkriegerin

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5

Sonntag, 10. Juli 2005, 13:52

in der schweiz asyl zu finden ist vergleichsweise nicht schwer. aber den pass zu kriegen, das ist ein elender spiessrutenlauf.

@topic: naja... wenn ich jemanden in meiner wohnung aufnehme, weil er gerade nirgendwo anders unterkommt, möchte ich schon auch selbst bestimmen, in welchem zimmer er wohnt und schläft. aber die aktion ist schon ein bisschen seltsam...
ich glaube, den asylanten ist der wohnort letztlich wahrscheinlich ziemlich unwichtig, wenn sie nur auf absehbare zeit die bestätigung kriegen, dass sie hierbleiben und sich dann natürlich den wohnort auch selbst aussuchen dürfen.
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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6

Sonntag, 10. Juli 2005, 14:35

Also Ausländer gibt es für mich net, daher die "".
Es handelt sich hierbei auch nicht um Asylanten, sondern um Asylbeantrager. Und meines Wissens ist Deutschland in der Asylpolitik ziemlich weit hinten.
Da ich das Recht auf Körperliche unversehrtheit sehr weit oben ansiedle halte ivh es für die pflicht jeden staates der die menschenrechte alkzeptiert asylsuchende aufzunehmen, Ihnen jedoch das recht aud selbstbestimmung nahezu vollkommen zu nehmen ist schlicht und ergreifend menschenverachtend (Essensmarken, Rechtlosigkeit etc, pp.).

@Medivh leider nimmt der Staat die meisten dieser menschen auch net auf und liefert sie zum großteil aus, Egal ob dort olter, Todesstrafe etc herrscht und die Abgewschobenen davon unmittelbar betroffen sind.

@Elen der untrschied zwischen einer wohnung und einem staat ist der, das eine wohnung ein privater bereich ist, der für dich gedacht ist, wo du eben das hausrecht (um in gesetzen zu denken) hast. Staaten sind nun einmal zwangseinrichtungen denen mensch sich unmöglich entziehen kann. Und ein totalitäres hausrecht auf Staatsebene (Diktatur) würdest du doch auch verurteilen, oder?
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Baudelaire
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Elen

Elbenkriegerin

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7

Sonntag, 10. Juli 2005, 18:10

sicher. ich wollte damit auch nur andeuten, dass es durchaus seine berechtigung hat, wenn einem neuankömmling nicht jeder ort zum wohnen gewährt wird, denn auch langeingesessenen ist dieses recht nicht gegönnt. dass er aber weitestgehend die freie wahl haben sollte, ist unbestritten.
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Riveda

Profi

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Beiträge: 1 151

8

Montag, 11. Juli 2005, 14:44

Wie sind die überhaupt von den Begrüßungszentren nach Deutschland gekommen? Unerhört sowas...
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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Elen

Elbenkriegerin

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9

Dienstag, 12. Juli 2005, 09:40

mir fällt da gerade was auf:

Zitat

Original von Leronoth
@Elen der untrschied zwischen einer wohnung und einem staat ist der, das eine wohnung ein privater bereich ist, der für dich gedacht ist, wo du eben das hausrecht (um in gesetzen zu denken) hast. Staaten sind nun einmal zwangseinrichtungen denen mensch sich unmöglich entziehen kann. Und ein totalitäres hausrecht auf Staatsebene (Diktatur) würdest du doch auch verurteilen, oder?


der haken an dieser betrachtungsweise ist, dass sich asylanten IMMER dafür entscheiden, in gerade diese zwangseinrichtung staat aus- bzw einzuwandern... sie hätten ja auch woanders leben können, auf irgendeiner einsamen insel.
(ich weiss, die aussage hinkt, aber irgendwie ists doch so, oder nicht?)
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Riveda

Profi

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10

Dienstag, 12. Juli 2005, 09:54

Nein, die Aussage hinkt so sehr, dass es irgendwie nicht so ist...
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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11

Dienstag, 12. Juli 2005, 13:50

Es gibt eben keine Einsame staatlose Insel. Wenigstens keine die ein Flüchtling erreichen kann oder auf der er alleine Lebensfähig wäre.
Er entscheidet sich für ein kleineres(?) übel und nicht für einen Staat.
Das Staatsproblem kann eben nicht durch "geh doch wo anders hin" gelöst werden da es kein "wo anders" gibt. Bzw. das nur seeehr begrenzt besteht....
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Baudelaire
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Elen

Elbenkriegerin

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12

Dienstag, 12. Juli 2005, 17:08

gibt es hier eigentlich keinen, der sich auch mal auf ein gedankenexperiment einlässt? *sfz*
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Riveda

Profi

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13

Dienstag, 12. Juli 2005, 21:43

Ist das ein Gedankenexperiment?

Frei nach F.U.: "Wenn mir irgendwas nicht passt steht mir frei hier wegzugehen"
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Elen

Elbenkriegerin

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14

Mittwoch, 13. Juli 2005, 19:26

schon klar, hab verstanden. ein gedankenexperiment darf ja nicht durchgeführt werden, wenn es nicht in allen punkten hundertprozentig realistisch und umsetzbar ist. nur dass es dann kein gedankenexperiment mehr ist, aber das ist ja nicht relevant.
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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15

Mittwoch, 13. Juli 2005, 19:45

Es ist einfach so das du die behauptung aufstellst asylanten würden sich IMMER für einen staat aussprechen und dies mit einem gedankenexperiments begründen willst, welches klar widerlegt werden kann.
Ich glaube das ich (und riveda auch) uns sehr gerne auf Gedankenexperimente einlassen. Aber ich würde sie nur als beweis aufführen wenn sie naheliegend sin und passen.
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Riveda

Profi

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Beiträge: 1 151

16

Mittwoch, 13. Juli 2005, 20:27

Wenn es einen solchen Raum geben würde, dann könnte man aus deinem "Gedankenexperiment" Erkenntnisse ziehen. Und wenn es ihn gibt, bin ich nach 2 weiteren Jahren Studium - bzw. 2 Jahren unter Merkels Regentschaft - ganz schnell weg aus Deutschland ^^.
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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17

Mittwoch, 13. Juli 2005, 20:31

oder inwieweit bestimmen kapitalistische tendenzen die poltischen entscheidungen?

man kann wohl HH eh nicht ganz ernst nehmen. die jener schillpartei 20% bescherten.
die einen herrn ammer vorbringen und den nicht mal moralisch ächten als kinderschänder.
die den halben hafen zuschütten lassen nur damit dort irgendein industriegebiet entstehen kann.

DAS eben ist kennzeichen der politik. und wenn man bedenkt das es ein CDU geführter senat ist.
dann können wir uns ja auf den september und die wahlen nur freuen
ungreifbarer non-rationalist
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Elen

Elbenkriegerin

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18

Donnerstag, 14. Juli 2005, 11:37

*wall* ich gebs auf. wenn einer von euch wissen möchte, was ich WIRKLICH gemeint habe mit dem gedankenexperiment, möge er mich per pn anschreiben.

Zitat

Original von rekonstrukteurin
man kann wohl HH eh nicht ganz ernst nehmen. die jener schillpartei 20% bescherten.
die einen herrn ammer vorbringen und den nicht mal moralisch ächten als kinderschänder.


echt???!? 8o
ich wusste ja, dass hamburg zum teil ziemlich krass ist mit ihrer politik. aber sowas???
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Riveda

Profi

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19

Donnerstag, 14. Juli 2005, 12:53

O.o Jetzt sind wir die Bösen? Nein, eine PN werde ich nicht schreiben, sollten wir Dich mißverstanden haben darfst Du aber gerne hier noch einmal was Du eigentlich sagen wolltest ausführen. Dann setze ich mich auch neu damit auseinander.
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Elen

Elbenkriegerin

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20

Donnerstag, 14. Juli 2005, 21:19

ihr seid doch nicht die bösen, so habe ich das nicht gemeint. aber ich sehe nicht ein, warum ein gedankenEXPERIMENT zwangsläufig so gestaltet sein sollte, dass jede rahmenbedingung der realität entspricht. in dem moment ist es kein gedankenexperiment mehr, sondern ein feldversuch.

eigentlich meinte ich mit der aussage, dass diese menschen zu uns kommen und von uns etwas möchten und deshalb eigentlich nicht in der position sind, riesige anforderungen zu stellen. ich habe gegen die bitte nach einlass grundsätzlich nichts, aber momentan kocht mir in einigen punkten die galle über. ich verstehe es zum beispiel nicht, wie unser italienischer hausmeister es vertreten kann, dass er unsere sprache kaum spricht, obwohl er für die bewohner dieses hauses ja eigentlich eine ansprechperson wäre - schlimmer noch: ich verstehe es auch nicht, wie er lange jahre dagegen sein konnte, dass seine frau einen deutschkurs besucht.
ich verstehe es auch nicht, wie jemand in ein fremdes land gehen, sich aber in keinster weise den dortigen gebräuchen anpassen will. das mache ich jetzt nicht von der landesgrenze abhängig, sondern von den menschen die dort leben.
und ich kann es genausowenig verstehen, wie die besitzer des türkischen ladens ihre landsleute jedem anderen kunden vorziehen können, obwohl die reihenfolge der schlange etwas ganz anderes sagt (verachtet mich dafür oder nicht, aber ich mag es nicht, eine viertelstunde zu warten, nur weil gerade dann, wenn der vor mir fertig ist, eine türkische familie reinkommt und ein langes schwätzchen mit den ladeninhabern hält).

diese ganzen punkte haben mich zu der überlegung geführt, dass man eigentlich in dem moment, wo man den kleinen finger ausgestreckt kriegt, nicht auch noch den ganzen arm ausreissen darf.

disclaimer: die frage, ob man überhaupt um einlass bitten müssen sollte, möchte ich hier AUSDRÜCKLICH NICHT bearbeiten. ich bin der meinung, dass man nicht bitten müssen sollte, sondern es jedem freigestellt sein sollte, wo er eigentlich leben möchte. aber selbst unter diesen umständen verstehe ich es nicht, wie man die menschen der selbstgewählten umgebung so verachtend behandeln kann.
disclaimer II: LÄNGST NICHT ALLE SIND SO. es sind nur ein paar traurige einzelbeispiele, aber die sind halt wirklich traurig.
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Riveda

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21

Donnerstag, 14. Juli 2005, 22:44

Ja, in dem was du sagst steckt wohl auch etwas wahres. Integration ist ein schwieriger Prozess, der Anstrengungen und Bemühungen auf beiden Seiten erfordert. Natürlich sollte bei der Entscheidung, Asyl in einem Land zu suchen, auch der Versuch unternommen werden, sich mit der Sprache und der Kultur vertraut zu machen. Diese Forderung kann und muss ich unter dem Gesichtspunkt stellen, dass ich diesen Anspruch auch an mich selbst hätte bzw. habe. (Auch wenn es keine Insel ist, auswandern kann ich ja trotzdem wenn ich mir dadurch 2 Jahre Merkel erspare ;). Frankreich oder die Schweiz wären ganz akzeptable Fluchtpunkte *g*.)
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Elen

Elbenkriegerin

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22

Samstag, 16. Juli 2005, 12:32

logisch. wenn ich auswandern würde, müsste ich mich selbst natürlich auch an der nase nehmen und dafür sorgen, dass ich mich einigermassen versuche, den gepflogenheiten des landes anzupassen und vor allem die sprache zu erlernen. diese forderung gilt für ausnahmslos alle.
aber ich hab nicht vor auszuwandern ;)

schweiz als fluchtpunkt? ist zwar eine echte alternative zu deutschland, aber auch nicht in allen punkten sauber *vorwarn*
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Riveda

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Beiträge: 1 151

23

Samstag, 16. Juli 2005, 15:47

Aber die Luft ist besser, und am Genfer See spricht man eine schönere Sprache ;).
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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24

Samstag, 16. Juli 2005, 20:45

@Elen das beispiel ist so sicherlich richtig. ich finde eine beidseitige kulturelle integrationsbereitschaft ebenfalls wichtig. nur sprichst du hier nicht von asylbeantragenden,w elche nur für einen "kurzen" zeitraum in einem land leben wollen und zumindest in deutschland integrationsverbot haben (Arbeirtsverbot, einkaufsverbot etc.).
natürlich gibts scheiß auslände,r nur ich mag behaupten das diese asylbeantragenden nicht mit ihnen verglichen werdem können....
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Elen

Elbenkriegerin

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25

Sonntag, 17. Juli 2005, 12:18

bitte was - die haben integrationsverbot??!? was ist denn das für eine abartige regelung?
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