Frau Meiers Geschirrspüler war kaputt,
deshalb rief sie den Servicemann, der
sich für nächsten Tag Vormittag einen
wichtigen Termin hatte, den sie nicht
verschieben konnte, sagte sie ihm:
"Ich lasse den Schlüssel unter der
Türmatte. Reparieren Sie den
Geschirrspüler und lassen Sie die
Rechnung am Küchentisch.
Übrigens: Sie brauchen keine Angst vor
meinem Hund zu haben, der tut Ihnen nichts.
Aber auf keinen Fall, und unter keinen
Umständen dürfen Sie mit dem Papagei sprechen!"
Als der Servicemann am nächsten Tag
ankam, war alles wie angekündigt, und
tatsächlich war der Hund der größte und
furchterregendste, den er je gesehen hatte.
Doch er war ganz friedlich und
beobachtete ihn ganz ruhig bei seiner
Arbeit. Der Papagei hingegen bewarf ihn
mit Nüssen, schrie, schimpfte und
bedachte ihn ununterbrochen mit den
übelsten Ausdrücken.
Schließlich konnte sich der Techniker
nicht mehr zurückhalten und er schrie:
"Halts Maul, Du blöder, hässlicher Vogel!"
Worauf der Papagei antwortete: "Fass, Pluto!"
Der Mensch interresiert sich nicht mehr für sich selbst. Allein wichtig wird ihm, wem er angehört. Er verschanzt sich nicht, wenn er stirbt, er verschmilzt. Er verliert sich nicht, er findet sich. Das ist nicht der Wunsch eines Moralisten. Das ist die gängige Wahrheit, eine alltägliche Wahrheit, die eine alltägliche Selbsttäuschung mit einer undurchdringlichen Maske überdeckt. Antoine de Saint Exupéry
Aus "Flug nach Arras"