Gedenkstätten
ich musste heute wieder daran denken, als ich in der zeitung gelesen habe, wie viel die gedenkstätte für die opfer von dem bergbahnunglück in kaprun von 2000 gekostet hat: 365.000 €.
ist es nicht ein wenig widersprüchlich, wie viel geld wir für tote ausgeben statt das geld dorthin zu geben, wo es gebraucht wird? und wo es vielmehr noch leben bewahren könnte?
natürlich ist es wichtig um tote zu trauern. und ihnen zu gedenken. aber kann man das nicht auch so? natürlich ist es kein trost für die angehörigen, wenn man stattdessen andere menschen helfen könnte [3. welt]. es ersetzt den menschen den sie verloren haben nicht. aber wäre es nicht sinnvoller?
oder sehe ich das gerade viel zu rational? vielleicht bewerte ich den aspekt, dass es den angehörigen hilft, dass sie noch irgendwas für ihre verstorbenen tun können [bei kaprun wurde extra ein verein gegründet, der sich um die gedenkstätte & deren umsetzung gekümmert hat], viel zu niedrig?
irgendwie stelle ich mir diese frage immer wieder, wenn es um derartig hohe ausgaben in solchen sachen geht. deshalb wollte ich mal wissen, was ihr dazu sagt.
"Warum ich rückwärts gegangen bin?" sagte Pippi. "Leben wir etwa nicht in einem freien Land? Darf man nicht gehen, wie man möchte?"