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Riveda

Profi

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2003

Beiträge: 1 151

1

Samstag, 13. November 2004, 02:26

Frontal21-Beitrag zum Thema "Gewaltspiele"

Auf www.frontal21.de findet sich ein wunderschöner Artikel inkl. des dazugehörigen Fernsehbeitrages vom 09.11.2004 zum Thema "Gewaltspiele" ([URL=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,2211475,00.html]Video-Gemetzel im Kinderzimmer[/URL] / [URL=http://www.zdf.de/ZDFmt/mediathek/0,3496,MT-2211992,00.html]Video[/URL]). Wen das Ganze interessiert, der darf sich das ansehen und dann gerne seine Meinung dazu hier kundtun.

Ich enthalte mich zunächst einmal, ein Leserbrief an die Redaktion zu dieser journalistischen Glanzleistung ist aber schon auf dem Weg.
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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Kao

König der Narren

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 3 675

Geschlecht: Männlich

2

Samstag, 13. November 2004, 09:55

Lol.
Schade, daß ich das am Dienstag nicht gesehen habe. Hätte gerne mitgechattet beim ZDF.


Zitat

Immer brutalere Computerspiele sind im Handel, die aber von den zuständigen Stellen als nicht jugendgefährdend eingestuft wurden.


Ja.
SCHÜTZT uns !
Nehmt uns die Spiele.
Am besten verbietet auch noch Filme.
Todesstrafe auf SEX !
Verbrennt Bücher !
Nehmt uns jeglichen Spaß am Leben ;D


Also ich fand den bericht lächerlich.
Lästern über Spiele wo der einzige Inhalt aus töten besteht.
Dann zeigen sie die INDIZIERTE Version von GTA3 und machen genau das, was zu dessen Indizierung führte.
Außerdem suchten sie da zb gezielt Rentner, damit sie das groß beklagen konnten.

Die Heinis da habn doch keine Ahnung.
Die sollen sich lieber über wichtige Dinge aufregen.

Außerdem ist das sehr unfair !
Der Bericht wendet sich an Eltern und ältere Mitbürger. Und die sind natürlich geschockt, was die da sehen. Aber wirklich Ahnung von der Materie haben sie ja auch nicht. Also können sie darüber nicht objektiv urteilen.


mfg



PSSSSSSSS:

Ich hab den Herren mal Online (Via Kontakt bei dem Artikel) mal meine Meinung dazu gegeigt ;D
"In der Unendlichkeit des Seins ist nichts so klein wie das eigene Selbstbewußtsein."

Du bildest dir was auf deine Bildung ein?
Du denkst gespeichertes Wissen aus Büchern flösst anderen Respekt ein?
In Wahrheit bist du doch nur "so" klein und stehst da...ganz allein.
Du kannst deinen Frust ja doch nur an anderen auslassen.
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Riveda

Profi

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2003

Beiträge: 1 151

3

Samstag, 13. November 2004, 12:22

Kleiner Vorschlag, wer einen Leserbrief an die werten Herren der Redaktion verfasst könnte ihn doch hier kundtun. Dann werde ich mal den Anfang machen:

Sehr geehrte Redaktionsleitung,

mit Erstaunen und Entsetzen habe ich auf Ihrer Website den Beitrag aus der Sendung vom 9.11.2004 gesehen. Es ist mir unbegreiflich, wie ein derart schlecht recherchierter, manipulativer Beitrag von einem Magazin wie dem Ihrigen produziert und gesendet werden kann. Von sachlich schlicht und ergreifend falschen Äußerungen wie die Behauptung, der Täter von Erfurt hätte mit Computerspielen das Schießen gelernt (wobei seine Mitgliedschaft im Schützenverein keinerlei Erwähnung findet) bis zu einseitiger, wenig reflektierter Außeinandersetzung mit dem Thema ist der Beitrag journalistisch gesehen eine Katastrophe, was mich als Publizistik- und Kommunikationswissenschaftsstudent in besonderem Maße entsetzt. Nicht einmal die Mühe der Lektüre des neuen Gesetzes scheint sich jemand gemacht zu haben, stattdessen wird der Inhalt reißerisch mit aus dem Zusammenhang gerissenen Spielszenen untermalt. Studien über den Kausalzusammenhang zwischen medialem Gewaltkonsum und aggressivem Verhalten werden nicht einmal Ansatzweise behandelt, und auch die Problematik, ob in diesen besonderen Einzelfällen nicht eher das aggressive Verhalten den Medienkonsum diktiert, findet keinerlei Erwähnung (dabei ist sich jeder ernsthafte Sozialforscher der Schwierigkeit des Nachweises solcher Hypothesen bewusst, siehe dazu auch "Empirische Sozialforschung" von Andreas Diekmann, Seite 52, "Probleme der Prüfung von Hypothesen" ). Es ist nichts Ungewöhnliches, dass neue Medien von der Gesellschaft stets kritisch aufgenommen werden und für Mißstände verantwortlich gemacht werden, doch dass gerade eine eigentlich seriöse Sendung wie Frontal21 damit ein derartiges Bild in die Öffentlichkeit kommuniziert, sollte für jeden Journalisten mit ein wenig Berufsethik etwas Unverantwortliches und Inakzeptables sein. Sie unterstützen damit genau die uninformierten, populistischen Politiker, die den Sektor Computerspiele enorm sanktionieren und zensieren wollen. Einerseits scheint auf diesem Gebiet eine Zensur so natürlich und notwendig wie die Luft zum Atmen, andererseits geht ein Aufschrei durch die Presse, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem teilweise unmenschlich gewordenen Boulevardjournalismus die Verbreitung von Bildern von Personen der Zeitgeschichte untersagt, solange sich damit keine Berichterstattung verbindet (siehe dazu auch das Interview in der ZEIT 37/2004 mit dem Medienrechtler Christian Schertz). Scheinbar hat die Gesellschaft einen neuen Sündenbock gefunden, der ihr jegliche Reflektion und Außereinandersetzung mit tatsächlich existenten Mißständen abnimmt.
Ich möchte den für den Beitrag verantwortlichen Journalisten, Rainer Fromm, um eine persönliche Stellungnahme dazu bitten. Dabei reicht mir eine kurze, schriftliche Antwort per elektronischer Post bei weitem nicht. Gerade als (hoffentlich) angehender Journalist würde ich mich glücklich schätzen, wäre Herr Fromm bzw. die Redaktion zu einem persönlichen Treffen (da ich der Website entnehme, dass die Redaktion in Berlin sitzt und ich selbst dort wohnhaft bin) oder wenigstens zu einem persönlichen Telefonat (030 - XX XX XX XX oder 0178 - XXX XX XX) bereit. Ich sehe darin eventuell eine Chance, Ihnen einen neuen Einblick in die Thematik zu ermöglichen, damit Ihre Beiträge in Zukunft einem höheren journalistischen Anspruch gerecht werden und weniger auf reine Polemik setzen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, die Thematik in naher Zukunft in angemessener Weise zu behandeln, damit das ZDF als öffentlich-rechtlicher Sender seiner Verpflichtung gegenüber dem Zuschauer nachkommen kann. Gerade angesichts der aktuellen Gebührenproblematik sollte sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen in einem anderen Licht zeigen, damit zukünftige kommunikationspolitische Entscheidungen nicht irgendwann (zurecht) das Ende des dualen Rundfunksystems einläuten.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Meyer

(PS: Sollte diese eMail keine Beachtung finden, sehe ich mich gezwungen, mich schriftlich bzw. telefonisch an Ihre Redaktion wenden)


Ups, die Telefonnummer sollte ich zensieren *g*...
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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Kao

König der Narren

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Beiträge: 3 675

Geschlecht: Männlich

4

Samstag, 13. November 2004, 12:37

Ziemlich ausführlich von dir.
Meiner war nicht ganz so episch. Aber auch sehr lang.
Ich verwies mehr darauf, wie unsachlich der ganze Bericht verfaasst wurde und sowas.

Hätte ihn speichern sollen.
Hauptsache die lesen das.

mfg
"In der Unendlichkeit des Seins ist nichts so klein wie das eigene Selbstbewußtsein."

Du bildest dir was auf deine Bildung ein?
Du denkst gespeichertes Wissen aus Büchern flösst anderen Respekt ein?
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Riveda

Profi

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Beiträge: 1 151

5

Samstag, 13. November 2004, 21:34

Wenn euch das Thema Spiele nicht interessiert, dann seht es doch wenigstens einmal vom kommunikations bzw. medienpolitischen Standpunkt. Ist bei derartiger Berichterstattung ein duales Rundfunksystem noch sinnvoll oder wünschenswert? Findet ihr es gerechtfertigt, mit euren Gebühren einen Journalismus zu unterstützen, der sich stellenweise nicht mehr sonderlich von der Berichterstattung der privaten Sender unterscheidet?
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