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Resurrected

MiesePÖHter

Registrierungsdatum: 24. September 2003

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1

Sonntag, 24. Dezember 2006, 22:41

Apocalypto

Seid gegrüßt!

Ja, auch in diesem Film bin ich vor Kurzem gewesen. Mel Gibsons neuester Historienfilm kommt wie schon Passion Christi mit Untertiteln daher, das gesprochene Wort ist komplett in der alten Sprache der Ureinwohner gehalten. Das macht den Film natürlich authentischer. Die Schauspieler sind größtenteils wirklich hervorragend, wenn man bedenkt, dass die meisten noch nie zuvor in einem Film mitgespielt haben. Die Kameraführung war zwar allgemein sehr gut, an manchen Stellen aber etwas zu hektisch und unübersichtlich, meiner Auffassung nach. Die Story ist spannend, der Film sehr atmosphärisch und so manches Mal klappt dem Zuschauer ordentlich die Kinnlade runter. Für zart besaitete ist der Film nicht gerade empfehlenswert. Gibsons Hang zur expliziten Gewaltdarstellung ist auch in Apokalypto deutlich spürbar. Das heißt aber nicht, dass der Film voll von stumpfer Gewalt ist. Gibson setzt die Gewalt pointiert zugunsten der Authentizität sehr gelungen ein.

Auch dieser Film erhält von mir das Prädikat Empfehlenswert, allerdings nicht uneingeschränkt. Leute die eher auf Action a la Vin Diesel oder The Rock stehen werden bei diesem Film eher weniger auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Film allgemein als actionlastig beschrieben wird. Im Gegensatz zu den Filmen eben genannter "Künstler" ist hier die Action aber nicht Thema des Films, sondern nur ein Mittel zum Zweck, ebenso wie die Gewalt. Gibson will dem Zuschauer eine Geschichte erzählen, und das kriegt er wieder einmal super hin. Fans von anspruchsvoller Unterhaltung die starke Nerven haben, sollten sich Apokalypto unbedingt ansehen.

Zum Schluss noch das Zitat das am Anfang des Films erscheint und das sich in mein Hirn gebrannt hat:

Eine große Zivilisation wird nicht von außen erobert, bevor sie sich von innen zerstört hat. (Will Durant)

Einfach nur genial, simpel und treffend.

Website zum Film

Resurrected

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Satyr69

langes Elend

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2

Sonntag, 24. Dezember 2006, 23:01

Werde mir den Film wahrscheinlich nächste Woche mit meinem Onkel angucken. Das mit der Gewalt ist dort ja wohl angebracht, wenn man z.B. nur an die Opferrituale denkt, bei denen die Herzen rausgerissen wurden.
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Visce

Mr. Viernheimer Dreieck

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3

Montag, 25. Dezember 2006, 13:05

Gemetzel vor Maya Kulisse ist immerhin mal was anderes als Gemetzel im standard Wald oder gemetzel in der Stadt. Also mir hats gut gefallen.

Visce - lost in loneliness since 1985.
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Resurrected

MiesePÖHter

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4

Montag, 25. Dezember 2006, 14:33

Seid gegrüßt!

Ich hab jetzt einige Male überlegt ob ich dazu wirklich was schreiben soll.
Das Problem ist, ich will so einen Bullshit nicht unkommentiert stehen lassen, gleichzeitig aber nicht beleidigend werden.
Daher beschränke ich mich einfach nur darauf eindeutig klarzustellen: Der Film ist bedeutend mehr als nur "Gemetzel vor Maya Kulisse".

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Visce

Mr. Viernheimer Dreieck

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5

Dienstag, 26. Dezember 2006, 23:43

Ok. Regietechnisch war der Film wirklich erste Klasse. Auch was die Kostüme und Kulissen angeht kann man echt nichts sagen. Und ich gebe auch zu, dass ich die Darsteller als sehr gut empfunden habe.

Aber die Story war für mich mehr so mittelmäsig. Das ich beim ansehen dauernd auch Untertitel mitlesen musste fand ich schon bei der Passion Christi nervig. Dadurch kann ich einen Film nicht so recht genießen.


Für mich bleibt der Film also kaum mehr als ein sehr schön gemachtes Gemetzel, ein gutes Stück über dem Niveau gewöhnlicher Metzelfilme wie zB Severance.


so schöner ausformuliert, res?

Visce - lost in loneliness since 1985.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Visce« (26. Dezember 2006, 23:44)

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Resurrected

MiesePÖHter

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6

Mittwoch, 27. Dezember 2006, 02:54

Seid gegrüßt!

Zitat

Original von Visce
so schöner ausformuliert, res?


Es ging mir nicht um deine Formulierung.
Es gibt zahlreiche Filme die nur Gemetzel sind und da ist es durchaus legitim das dementsprechend zu formulieren. Aber bei einem Film der einen authentischen Eindruck einer ganzen Kultur am Beispiel eines Einzelschicksals vermitteln will, bei dem es um so viel mehr geht als nur um das Gemetztel, weigere ich mich einfach eine Beschränkung des Films auf diese eine Facette so stehen zu lassen, und das macht mich auch echt wütend. Wenn du einen Film drehen, auf zig Dinge achten, sogar das Drehbuch selbst mitschreiben und dich mit aller Kraft in dieses Werk reinhängen würdest, und dann käme ein Kerl und reduziert das alles auf "Gemetzel vor Maya Kulisse", wie fändest du das?

Du sagst selbst, die Regie war klasse, die Kostüme und Kulissen waren top und die Darsteller (alles Laiendarsteller) sind perfekt ausgewählt. Und trotzdem, nur weil dir die Story nicht so gefallen und dich die Untertitel gestört haben bezeichnest du den ganzen Film als ganz gutes Gemetzel, und da geht mir als bekennden Filmfanatiker einfach das Messer im Sack auf, tut mir Leid.
Das ist in keinster Weise persönlich gemeint, Visce.

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Satyr69

langes Elend

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7

Mittwoch, 10. Januar 2007, 18:50

Hab ihn mir gestern angeguckt. Fand ihn doch überwiegend gut. Die gefürchteten Untertitel waren auch völlig ok da die Unterhaltungen recht kurz waren und dadurch solche Langsamleser (wie ich es bin) auch gut mitkamen. Was ich Schade fand, war das schnelle dahinscheiden der Verfolger. Besonders beim Anführer (der sah ja mit seinem Knochenhelm echt fies aus) war das ärgerlich. Da hatte ich mir mehr erhofft. Gut fand ich dagegen die komplett unbekannten Darsteller (endlich wieder ein Film ohne Megastar) , den verzicht auf eine Übersetzung und das fehlen von langgezogenen Szenen. Die 138 Minuten habe ich jedenfalls nicht gemerkt.
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