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; denke ich immer mehr, dass Polyamour mehr Weg zur Selbstfindung als Liebesbeziehung ist?!
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Drei- oder Viereck sind letztlich Aufforderung dazu, Klarheit und gegebenenfalls mehr Unabhängigkeit zu finden, weshalb sie nicht selten dort entstehen, wo zu viel an Unklarheit und Abhängigkeit herrscht.
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Original von Velvet Tear 666
Bei mir hat eine Beziehung was mit Liebe zu tun
und ich bin so ein Mensch, der nur einen auf einmal aus vollen Herzen lieben kann. Wobei ich auch da eine gewisse Zuneigung/verliebtheit zu jemand anderen spüren kann. Die wahre Liebe bleibt immer, also könnte ich nicht polyamour leben. Ich würde mich wahnsinnig schlecht fühlen, da ich dann ja den den ich Liebe quasi betrüge. Das läuft in meinem Gehirn nicht. Außerdem könnte ich es nicht mit ansehen, wie der den ich Liebe mit einer anderen, was weis ich, intim wird o.ä..
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Original von Kedyns Krähe
denke ich immer mehr, dass Polyamour mehr Weg zur Selbstfindung als Liebesbeziehung ist?!
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Ich denke, man muss einfach der Mensch dafür sein. Und wer es nicht ist, kann es nur schwer verstehen.
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Original von Leronoth
Schon die form von haupt und nebenbeziehungen würde ich kritisieren. Die spezifika der einzelnen beziehungen soltlen a meines erachtens hervorgehoben werdne ohne zu werten.
Grundsätzlich würde ich dem zustimmen. Allerdings würde ich beispielsweise nicht mit jedem Mann, mit dem ich Sex habe/eine polyamuröse Beziehung führe, Kinder haben wollen. Auch wohne ich derzeit eben mit dem Mann zusammen, mit dem ich seit 10 Jahren eine Beziehung führe. Und daran möchte ich derzeit auch nichts ändern.
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Monogamie ist meines erahctens eine ideologie, welche sich aus den kapitalistischen zwängen der reproduktion der arbeitskraft ergibt.


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Origina von Velvet Tear 666
Bei mir hat eine Beziehung was mit Liebe zu tun

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Original von Leronoth
Monogamie ist meines erahctens eine ideologie, welche sich aus den kapitalistischen zwängen der reproduktion der arbeitskraft ergibt. Monogamie ist in bestimmten historischen phasen zur steigerung der kapitalistischen effizienz vollkommen legitim, schließt sich jedoch mit einer befreiten gesellschaft aus. Die miteinhergehnden zwänge der triebsreduzierung auf einen menschen, der eifersucht, des liebeskummers etc.pp. stehen eben dem bedingungslosen glück entgegen.
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Original von Antigone
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Origina von Velvet Tear 666
Bei mir hat eine Beziehung was mit Liebe zu tun
Wieso sollte bei mir Beziehung nicht etwas mit Liebe zu tun haben? Deine Aussage impliziert nämlich, dass bei polyamourösen Menschen Beziehung nicht etwas mit Liebe zu tun haben könnte. Ich liebe meinen Mann ebenfalls. Und ich lieb(t)e auch meine Frau. [Wobei diese Beziehung aufgrund von anerzogenen Eigenschaften, wie Eifersucht, Besitzdenken und Hierarchisierung, gescheitert ist.]
Wieso kann man offensichtlich alle seine Freunde lieben, seine Eltern lieben, seine Geschwister und sonstige Verwandten lieben ohne das als Ausschlusskriterium für die Liebe gegenüber einem anderen Freund, dem anderen Elternteil, den anderen Geschwistern... zu sehen?
Und wieso wird Liebe in Abhängigkeit zu Sexualität gesetzt? Denn darum geht es doch letztendlich, oder verstehe ich Dich da falsch? Was teilst Du sonst mit dem Menschen mit dem Du "wahre Liebe" teilst, was Du nicht auch durchaus mit Freunden machen könntest? Wieso betrügst man seine/-n Freund/Freundin nicht, wenn man mit jemandem anderen ins Kino geht? Wieso betrügt man seine/-n Freund/Freundin nicht, wenn man mit anderen Menschen als ihm/ihr in einer WG lebt? Und wieso kann man es mit ansehen, wenn der/die Freund/Freundin mit jemand anderem ins Kino geht/in Urlaub fährt etc.
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Original von Antigone
Ich möchte darauf hinweisen, dass es mir in diesem Thread wirklich um Austausch geht. Ich versuche zu verstehen, wieso Menschen monogam leben/denken/fühlen.
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Original von Antigone
Sie ist ein Lehrstück in Selbstbehauptung, Abgrenzung und Öffnung, in der Begegnung mit eigenen Ängsten und der Sehnsucht nach Weitung, im Ja-Sagen und Nein-Sagen. Drei- oder Viereck sind letztlich Aufforderung dazu, Klarheit und gegebenenfalls mehr Unabhängigkeit zu finden,
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lia« (24. Dezember 2006, 09:00)
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Original von Nephilim
und eifersucht ist zuerst einmal eine menschliche chraktereigenschaft,kein merkmal monogamer beziehungen.
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Original von Leronoth
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Original von Nephilim
und eifersucht ist zuerst einmal eine menschliche chraktereigenschaft,kein merkmal monogamer beziehungen.
ich halte in dem kontext irgendwelche versuche in anthropologie für falsch. Monogamie ist erstmal eine gesellschaftlich konstruierte form und es ist nicht möglich eifersucht als anthropologische konstante zu definieren. ich denke das auch das rein emotionale gefühl der eifersucht massiv durch gesellschaftliche verhältnisse hervorgebrahct wird.
hypostasierung von menschlichen Eigenschaft meint meist resignation gegenüber dem Satuts Quo.
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Original von Velvet Tear 666
Das kann man aber auch nicht so einfach vergleichenm ich liebe meine Mutter und meine Brüder auch, aber ich war der Ansicht es geht hier um nicht-verwandschafliche Beziehungen! Das sind zwei paar Schuhe.
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass deine (von meiner Seite aus genauso akzeptierte) polyamoure Lebensweise nichts mit Liebe zu tun hat!
Ich meinte ja nur, wie ich das sehe. Und das war ja dein Anliegen![]()
kann man aber eben auch durchaus in die Richtung deuten/verstehen, dass bei anderen Menschen "Beziehung nichts mit Liebe zu tun hat" (was durchaus vorkommt).
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Bei mir hat eine Beziehung was mit Liebe zu tun
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Ich bin nunmal ein leicht Eifersüchtiger Mensch und gegen einen Kinobesuch sag ich ja auch nichts, aber bei mir fängt Betrug nunmal auch schon bei einem !gefühlvollen! Zungenkuss an. Es wäre einfach keine Lebensweise für mich persönlich. Weist du?
Ich wollte dich aber keineswegs in irgendeiner Weise angreifen!!!
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Original von Mina
ich finde wenn ich jemanden liebe und alles passt ... brauch ich keinen anderen ... wenn es nicht passt dann muss man sowieso was ändern oder notfalls einen schlussstrich ziehen ...
Bzw. hab ich es mich vorher einfach nicht gefragt, sondern einfach so gelebt, ohne es zu hinterfragen.
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kann man aber eben auch durchaus in die Richtung deuten/verstehen, dass bei anderen Menschen "Beziehung nichts mit Liebe zu tun hat" (was durchaus vorkommt).
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Und bei solchen Aussagen frage ich mich immer wieder wie unterscheide ich Liebe? Ist Liebe nicht schlicht und ergreifend Liebe? Wird Liebe nicht einfach nur in unterschiedlichen Formen ausgelebt?
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Original von Antigone
Ich verstehe diese Ausschließlichkeit einfach nicht (mehr). Ich verstehe nicht, wieso ein Mensch einem alles geben können muss. ?
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Original von Velvet Tear 666
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kann man aber eben auch durchaus in die Richtung deuten/verstehen, dass bei anderen Menschen "Beziehung nichts mit Liebe zu tun hat" (was durchaus vorkommt).
Also wenn eine Beziehung ohne Liebe existiert, dann ist das in meinen Augen keine Beziehung, die ich auch nur in einer Sichtweise führen könnte. Wo zu ist man dann “zusammen”? Geht es dabei dann nur um körperlichkeiten? Oder einfach nur um die Sicherheit, dass jemand da ist?
Ich wollte Dir nur mitteilen, dass die Formulierung, die Du gewählt hattest, durchaus implizieren kann, dass eine nicht-monogame Beziehung eben nichts mit Liebe zu tun hat.
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Ich sehe da doch deutliche Unterschiede. Zwar im Grundkern nicht (bei mir z.B. ein-leben-ohne-kann-ich-mir-nicht-vorstellen), aber ich fühle mich zu meinem Freund hingezogen, ich will ihn ausführlich küssen, mit ihm schlafen, eben all das was man als Paar so macht. Etwas was ich nicht für meine Mutter oder meine Brüder fühle. Ok, zugegeben, Sex und Liebe muss nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, aber bei mir schon.
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Mir fehlen, ganz ehrlich, die richtigen Worte um dir meine Sichtweise dieses Unterschieds deutlich zu machen. Es liegt in meinem Herzen und meinem Gewissen., dass ich meinen Freund anders liebe als meine Mutter. Doch im Grunde geb ich dir ja auch recht, bei beiden fühle ich mich geborgen und wohl, warm, sicher. Aber es ist nicht das selbe.
à *abschweif* so eine Art angeborener und erlernter Reflex (um im Biobereich etwas vergleichbares zu legen)

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Original von blacksmurf
liegt denn nicht genau in dieser vorstellung, man müsste alles gegeben bekommen - egal ob nun von nur einem oder von mehreren menschen - , der knackpunkt...?! wenn ich glücklich und zufrieden in mir selbst ruhe - dann doch hoffentlich nicht ausschließlich wegen eines anderen menschen, sondern doch auch und zum größten teil wegen meiner selbst willen. ich finde man macht sich in vielerlei gerne abhängig in beziehungen, auch von der vorstellung, dass man nur mit einem - oder wegen mir auch mehreren - partnern glücklich sein kann.
dito (nur dass mein diesbezüglicher Smilie anders aussieht... :/)
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Original von Horrid
für mich ist das thema z.Z. seeehr einfach!
weder noch ...![]()
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Original von MoonCat
aber ich hatte noch nie das Bedürfnis nach einer nicht-monogamen Beziehung, eher das Gegenteil (manchmal war mir selbst der eine Kerl zu viel... *g*)
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Original von Antigone
Darauf wollte ich aber ja gar nicht hinaus.Ich wollte Dir nur mitteilen, dass die Formulierung, die Du gewählt hattest, durchaus implizieren kann, dass eine nicht-monogame Beziehung eben nichts mit Liebe zu tun hat.
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Aber auch bei meinen Eltern habe ich das Bedürfnis meine Liebe körperlich auszudrücken, indem ich sie in den Arm nehme, sie streichel oder sie küsse. Einzig der Sex ist die Ausnahme. Und daher frage ich mich eben, warum man die Ausschließlichkeit partnerschaftliche Liebe offensichtlich auf Sex reduziert. Mich verbindet mit meinem Mann wesentlich mehr als die Tatsache, dass wir Sex haben.
Was heißt für Dich: "...all das, was man als Paar so macht..."?
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Original von Velvet Tear 666
Naja, also grundsätzlich ist es ja auch abhängig von den Familienverhältnissen her.
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...ich persönlich rede mit meiner Mama über andere Dinge als mit meinem Liebsten. Aber ich glaube, dass liegt auch ein wenig an ihrem Alter und ihr ganz eigene (liebevoll seltsame) Art. Uns trennen fast 36 Jahre.
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Wofür ich meinen Ex z.B. geliebt habe war, dass er mit mir Sachen gemacht hat, die nie jemand anderes verstanden, geschweige denn mitgemacht hätte! Es sind die Sachen von denen mir warm ums Herz werden, die aus meinem tiefsten Unterbewusstsein kommen. Die sind dann durchaus Personenspezifisch. Wenn ich frühs neben meinem Bruder aufwachen würde, würde ich mich nicht unbedingt übermäßig glücklich fühlen. Bei meinem Freund schon. So ist mein ganz eigenes Empfinden und wie gesagt, jeder Mensch sieht das wahrscheinlich anders.
Mein Liebster und ich haben auf Hessen die Hitparade der besten Comedy-Songs geguckt. Und wir konnten gemeinsam die gruseligsten Sachen mitsingen.
Das war definitiv eine "warm ums Herz"-Situation. Und in solchen Situationen sage ich auch aus tiefster Inbrunst "Ich liebe Dich".