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Riveda

Profi

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26

Sonntag, 29. Oktober 2006, 18:39

Ich denke, er spielte eher auf die stets gebetsmühlenartig wiederholten Aussagen hin, der Kapitalismus sei nunmal natürlich und die einzige Möglichkeit, die Menschen ein glückliches, erfülltes Leben in Freiheit und Wohlstand ermöglicht.
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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sucellos

unregistriert

27

Dienstag, 31. Oktober 2006, 17:47

Zitat

Original von Liliths Sohn

Hört sich gut an, war im real-existierenden Sozialismus aber auch der Grund, weshalb sich die DDR vor der Pleite befand.



wenn man bedenkt, dass berlin heute mehr schulden hat, als die DDR 1989 weiß ich nicht, ob man da von pleite sprechen kann.
das sollte jetzt aber keine wertung des politschen systems sein.
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Riveda

Profi

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Beiträge: 1 151

28

Mittwoch, 1. November 2006, 10:10

Naja, die USA sind ja auch ziemlich pleite. Aber noch meinen die Gläubiger, sie bekommen ihr Geld irgendwann wieder *g*.
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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29

Samstag, 4. November 2006, 19:13

Zitat

Original von Cthulhu

Zitat

Original von Liliths Sohn
Dazu muß der Staat sich aber davon verabschieden, alles zu reglementieren und den Weg in die Selbständigkeit wesentlich erleichtern.
Aus meiner Tätigkeit als Unternehmensberater weiß ich, dass viele der neugegründeten Unternehmen an den hohen Abgaben scheitern.


Wozu dient uns dieses fiktive Objekt Staat dann noch? In erster Linie sollte er regulierende Tätigkeiten ausüben und das Volk vor der totalen Öffnung der Märkte schützen, dafür haben wir eine "soziale Marktwirtschaft" oder das, was davon noch übrig ist.


Zitat

Original von Liliths Sohn
Die meisten Unternehmer aus dem klein- und mittelständischen Bereich wissen sehr wohl um ihre Verantwortung. Sie sind auch die, die die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.
Aber gerade sie werden vom Staat ausgesaugt.

Da hast du wohl recht. Der Mittelstand ist und bleibt die gesellschaftliche Stütze, quasi die letzte Bastion gegen die "Heuschrecken" der großen Konzerne. Der Mittelstand muss, genau wie die Arbeitnehmerschaft, einen stärkeren Schutz haben, durch die Politik diktiert, eine andere Lösung gibt es zur Zeit nicht.


Die Politik kann nur Rahmenbedingungen vorgeben. Mehr nicht. Aber da sind die vielen Lobbyisten der Konzerne.
Der Mittelstand hat keine Lobby, auch wenn die Politiker sich gerne so darstellen.
Deutschland ist am Ende. Daran ändern auch die Milliarden-Steuereinnahmen nichts, denn noch hat der Bund diese nicht. Es ist eine Schätzung für das nächste Jahr. Mehr nicht.
Wieder mal Sand in die Augen der Menschen streu.
Das echte Gefühl ist wie der Fluss,
der im Sonnenschein dahinfließt
und später mit demselben
freudigen Murmeln die Dunkelheit
der Nacht durchquert.

Weisheit der Cheyenne
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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30

Samstag, 4. November 2006, 19:20

Zitat

Original von sucellos

Zitat

Original von Liliths Sohn

Hört sich gut an, war im real-existierenden Sozialismus aber auch der Grund, weshalb sich die DDR vor der Pleite befand.



wenn man bedenkt, dass berlin heute mehr schulden hat, als die DDR 1989 weiß ich nicht, ob man da von pleite sprechen kann.
das sollte jetzt aber keine wertung des politschen systems sein.


Die DDR hatte keine Schulden in dem Sinn, wie wir es heute verstehen.
Es waren die hohen Reparationsleistungen gegenüber den Russen und den anderen "sozialistischen" Staaten und den Staaten der Anti-Hitler-Koalition.
Während die USA, England und Frankreich darauf verzichteten, bestand der "große Bruder" Russland jährlich
darauf und verlangte ab Mitte der 80ziger, dass die DDR die Öl- und Gaslieferungen in harter Währung (DM oder Dollar) bezahlen sollte.
Mit dieser Entscheidung destabilisierte Russland seinen Satellitenstaat.
Das echte Gefühl ist wie der Fluss,
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Weisheit der Cheyenne
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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31

Samstag, 4. November 2006, 19:35

Stellungnahme

Als ich diesen Beitrag reinstellte, zitierte ich nur, was im Web veröffentlicht wurde.

Ich selbst bin politisch aktiv in der FDP.
Die gesellschaftlichen Unterschiede in unserem Land erfahre ich täglich im Umgang mit Kunden (Privat- und Firmenkunden).

Es gibt Reichtum. Es gibt Armut.
Ein Maurer, der sich in einem Strukturvertrieb befindet, scheffelt jetzt Millionen im Jahr. Für sich.
Akademiker, die ihren Job verloren, arbeitslos wurden, jetzt Hartz IV bekommen, geben von dem wenigen noch ab.

Als Liberaler interessierte mich eure Meinung und eins merke ich. Wir sind gar nicht soweit auseinander.

Sicher, ich bin weiterhin davon überzeugt, dass ein Staat den Schutz des privaten Eigentums weiterhin garantieren sollte.
Was er darüber stellen sollte, ist das Leben und die Würde des Menschen.
Ist nicht gegeben in unserem Staat, seht euch die Gerichtsurteile an.

Was ich ablehne, ist die Zwangsverstaatlichung wie sie in der DDR stattfand. Blühende Unternehmen wurden ruiniert.
Dafür stand das Leben und die Würde an oberster Stelle.
Nur, niemand hielt sich daran.

Was ich möchte, zwischen den beiden Extremen einen gesunden Mittelweg. So könnte die Gesellschaft der Zukunft aussehen. Denke ich.
Das echte Gefühl ist wie der Fluss,
der im Sonnenschein dahinfließt
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Weisheit der Cheyenne
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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32

Samstag, 4. November 2006, 20:24

@Lilith Sohn, du ind er FDP? das klang für mich mehr nach attac oder linkspartei...

schade die FDP ist mir eigentlich recht sympathisch.
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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33

Samstag, 4. November 2006, 23:57

Zitat

Original von Leronoth
@Lilith Sohn, du ind er FDP? das klang für mich mehr nach attac oder linkspartei...

schade die FDP ist mir eigentlich recht sympathisch.


Lero, die FDP kann dir symphatisch sein.
Mir ist sie es jedenfalls. Denke, das kommt an meinen Antworten hier auch klar rüber.
Mit Links-Parteien kann ich genauso viel anfangen, wie mit den Rechts-Parteien. Nichts.

Ich stehe für wirklichen Liberalismus (wirtschaftlich), allerdings mit einer sozialen Komponente, denn ich weiß, woher ich komme.
Meine Wurzeln vergesse ich nicht.

Meiner Familie wurde von den Kommunisten die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zwangsverstaatlichung.
Jeder Prolet (ist nicht abwertend gemeint) verdiente mehr.
So wollte man uns auf "Linie" bringen. Ich durfte damals nicht studieren, weil ich aus einer Unternehmerfamilie kam und nicht diesen ganzen linken Mist mit Jugendorganisation (FDJ) mit gemacht hatte.
Alle Studienabschlüsse machte ich nach der Wende.

Ich weiß aber, wie es ist, wenn leistungsbereite Menschen am Existenzminimum leben müssen.
Deshalb auch das Beispiel mit dem Maurer und den Akademikern. Erlebte Realität im Beratungsalltag.
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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34

Sonntag, 5. November 2006, 14:44

Zitat

Original von Liliths Sohn
Lero, die FDP kann dir symphatisch sein.

nunja wenn deine position da repräsentativ ist, sehe ich das leider anders.

Zitat

Mit Links-Parteien kann ich genauso viel anfangen, wie mit den Rechts-Parteien. Nichts.

ich meinte primär die Links Partei, nicht den Plural.

Zitat

Meiner Familie wurde von den Kommunisten die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zwangsverstaatlichung.
Jeder Prolet (ist nicht abwertend gemeint) verdiente mehr.
So wollte man uns auf "Linie" bringen. Ich durfte damals nicht studieren, weil ich aus einer Unternehmerfamilie kam und nicht diesen ganzen linken Mist mit Jugendorganisation (FDJ) mit gemacht hatte.
Alle Studienabschlüsse machte ich nach der Wende.

Ist klar dass ich diesen kram vollends ablehne. Das dann aber mit Kommunismus in verbindung zu bringen halte ich für ziemlich verfehlt.

Zitat

Ich weiß aber, wie es ist, wenn leistungsbereite Menschen am Existenzminimum leben müssen.

spätestens bei der kategorie Leistungsbereitschaft würde meine sympathie für eine liberlae partei dann aufhören...
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
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Baudelaire
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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35

Sonntag, 5. November 2006, 21:24

Lero, es gibt viele leistungsbereite Menschen, die von Hartz IV leben müssen.

Neuesten Studien zu folge sind es Akademiker, Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen und Zusatzqualifikationen.
Sie sind bereit, auch für wenig Geld zu arbeiten.
1. Weil sie arbeiten wollen, statt zu Hause rum zu sitzen.
2. Sie sehen auch eine schlechter bezahlte Stelle als ein Sprungbrett für ihre weitere Karriere.

Für diese Menschen macht sich die FDP stark.
Liberalismus bedeutet nicht, die soziale Komponente aus dem Auge zu verlieren.

Leistung muss sich wieder lohnen. Für jeden.
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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36

Montag, 6. November 2006, 11:15

Zitat

Original von Liliths Sohn
Lero, es gibt viele leistungsbereite Menschen, die von Hartz IV leben müssen.

ja

Zitat

Leistung muss sich wieder lohnen. Für jeden.

Nö. leistung und Lohn sollten mal langsam entkoppelt werden, für jeden.
Herz voll Leid und Missgeschick,
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Baudelaire
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Cthulhu

Kaputtalist

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Beiträge: 2 680

Geschlecht: Männlich

37

Montag, 6. November 2006, 16:21

genau so ist es, erst wenn Leistung und Lohn entkoppelt sind, kann es ein Leben in wohlstand für jeden geben. Denn auch wenn Leistung theoretisch abverlangt werden kann, ist es immer noch fraglich, ob Bedarf an dieser Leistung besteht. Und ob es auch die Bereitschaft gibt, diese Leistung angemessen zu entlohnen.
Im liberalen Weltbild fällt das nämlich grundsätzlich raus, da dort die Arbeitnehmer den härtesten Konkurrenzkampf austragen und dadurch die Entlohnung völlig unangemessen nach unten wandert!
early bird gets the worm, but the second mouse gets the cheese
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Kasmodiah

Dea ex machina

Registrierungsdatum: 26. September 2003

Beiträge: 3 200

Geschlecht: Weiblich

38

Samstag, 26. Mai 2007, 16:43

Apropos Hartz IV, da hab ich was in einem anderen Forum entdeckt:


*klick*


Was meint ihr dazu? Ist das möglicherweise nur ne Ente oder tatsächlich ernstzunehmen?
The hardest thing in this world is to live in it.
Be brave.
Live.

“Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.” [Marie Curie]
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