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z3ck3

Unregistered

1

Sunday, February 1st 2004, 5:21pm

[SECURITY] MyDoom vs SCO = 1:0

MyDoom vs SCO = 1:0

[01.02.2004 13:07]

Der angekündigte Angriff des MyDoom-Wurms gegen die Webseiten der SCO-Guppe zeigt Wirkung: Die Webserver des Unternehmens sind seit Stunden nicht erreichbar. Allerdings dürfte dies zumindest teilweise auch an Gegenmaßnahmen einiger Provider liegen, die Verkehr zu sco.com blockieren. Seit dem heutigen Sonntag greifen alle mit MyDoom infizierten Rechner massiv auf die Webseiten der SCO-Gruppe zu. In den ersten Stunden des Angriffs wurden die Webserver des Unternehmens nur langsamer, mittlerweile sind sie aber überhaupt nicht mehr zu erreichen. Das gilt für www.sco.com, ftp.sco.com genauso wie für www.caldera.com und ftp.caldera.com, welche auf die gleichen IP-Adressen zeigen.

Die SCO-Gruppe selbst bestätigt den Angriff in einer Stellungnahme[1]: Seit Samstag Abend nimmt die Verkehrslast laufend zu, mittlerweile ist www.sco.com überhaupt nicht mehr erreichbar. Jeff Carlon von SCO erwartet, dass der Angriff noch eine Zeit andauert. "Während wir erwarten, dass dieser Angriff in den kommenden Wochen anhält, haben wir eine Reihe von Notfall-Plänen gegen das Problem, die wir ab Montag morgen in Kraft setzen werden."

Dass der Angriff funktioniert, ist nicht weiter verwunderlich: Beim britischen Sicherheitsdienstleister MessageLabs[2] hat man mittlerweile über 14 Millionen Exemplare des Schädlings abgefangen -- damit bricht MyDoom alle Rekorde, was die Verbreitungsrate eines manuellen E-Mail-Wurms angeht.

Die kürzlich entdeckte B-Variante[3] des Schädlings, die zusätzlich einen Denial-of-Service-Angriff gegen die Webseiten von Microsoft durchführen soll, verbreitet sich indessen kaum, sie taucht nach wie vor in so gut wie keiner Verbreitungsstatistik auf und die Webseiten von Microsoft sind auch nach wie vor erreichbar. Theoretisch sollte sich die B-Variante eigentlich noch stärker verbreiten, da sie neben dem üblichen Mail-Versand eine zusätzliche Verbreitungsmöglichkeit nutzt: MyDoom.b sucht aktiv nach den Hintertüren, die die A-Variante hinterlässt. Findet der Schädling solche, baut er darüber eine Verbindung zum infizierten Rechner auf und nistet sich dort selbst ein, indem er die A-Variante überschreibt. Nach einem Reboot ist dann nur noch die B-Variante des Schädlings aktiv.

Virenexperten vermuten inzwischen, dass sich die A-Variante nur deshalb so gut verbreiten konnte, weil sie "einen guten Start" hatte. Möglicherweise wurden die ersten MyDoom-Schädlinge über ein so genanntes IRC-Botnet freigesetzt -- über solche Botnets können Programme auf Tausenden Rechnern gleichzeitig aktiviert werden.

Doch weder der Denial-of-Service-Angriff noch die starke Verbreitung des Schädlings ist das gefährliche für den Anwender. Viel besorgniserregender sind die Hintertüren, die MyDoom in infizierte Systeme öffnet. Das BSI warnt[4] Anwender, dass diese Hintertüren durchaus dafür genutzt werden können, um kritische Daten des Anwenders abzugreifen. Auch gibt es immer häufiger einen direkten Zusammenhang zwischen Spam und Schädlingen: Viele mit Schädlingen infizierte Rechner werden im nachhinein als Spam-Relays missbraucht.

Trotz des ausgesetzten Kopfgelds von insgesamt 500.000 US-Dollar gibt es bislang keine Hinweise auf den Autor des Wurms. Zwar geht man mittlerweile davon aus, dass die ersten Exemplare des Schädlings in Russland aufgetreten sind, aber Rückschlüsse auf die Nationalität des Autors lässt das dabei kaum zu.

Die Ausbreitung von MyDoom beweist, dass Mail-Schädlinge, die man erst durch explizites Ausführen des Dateinanhangs aktivieren kann, immer noch ein gefährliches Verbreitungspotenzial besitzen. Dass der Schädling keinen offensichtlichen Schaden anrichtet (Löschen von Dateien oder ähnliches) ist das eigentlich Verhängnisvolle: Die für den Anwender unsichtbaren Hintertüren sind wesentlich gefährlicher als eine offensichtliche Schadfunktion, die den Anwender zum Handeln zwingt. Glücklicherweise nistet sich MyDoom so im System ein, dass man ihn auch manuell ohne allzu großen Aufwand wieder entfernen kann. Das BSI stellt eine Anleitung zum manuellen Entfernen[5] zur Verfügung. Alternativ dazu kann ein Removal-Tool benutzt werden, um infizierte Rechner zu reinigen. Wir stellen das Tool von Symantec zur Entfernung von MyDoom.a und MyDoom.b über den FTP-Server von heise zur Verfügung[6], da gegebenenfalls die Symantec-Seiten durch den Schädling blockiert werden.

Siehe dazu auch:

* Removal-Tool[7] für MyDoom.a und MyDoom.b
* Microsoft setzt Kopfgeld auf Urheber des MyDoom-Wurms aus[8]
* Neue Variante des Wurms MyDoom/Novarg zielt auf Microsoft[9]
* MyDoom/Novarg -- Tipps zur Wurmkur und weitere Details[10]
* BSI-Pressemitteilung[11] zu MyDoom[12]
* Hinweise des BSI zum manuellen Entfernen von MyDoom[13]
* Stellungnahme[14] von SCO zum Denial-of-Service-Angriff

(pab[15]/c't)

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/44226

Links in diesem Artikel:
[1] http://ir.sco.com/ReleaseDetail.cfm?ReleaseID=127861
[2] http://www.messagelabs.com
[3] http://www.heise.de/security/news/meldung/44114
[4] http://www.bsi.bund.de/presse/pressinf/mydoom300104.htm
[5] http://www.heise.de/security/artikel/44203
[6] ftp://ftp.heise.de/pub/ct/spezial/FxMydoom.exe
[7] ftp://ftp.heise.de/pub/ct/spezial/FxMydoom.exe
[8] http://www.heise.de/security/news/meldung/44168
[9] http://www.heise.de/security/news/meldung/44114
[10] http://www.heise.de/security/news/meldung/44092
[11] http://www.bsi.bund.de/presse/pressinf/mydoom300104.htm
[12] http://www.heise.de/security/artikel/44203
[13] http://ir.sco.com/ReleaseDetail.cfm?ReleaseID=127861
[14] mailto:pab@ct.heise.d
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Kao

König der Narren

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2

Sunday, February 1st 2004, 5:43pm

Böser Wurm.
Aber man bekommt ihn NUR, wenn man einen verseuchten Anhang aufmacht?
Also kann der sich zB net einfach in einen einnisten, wenn mir jemand n Bild schickt?
Und von Webseiten kann man den auch net bekommen ?

Dann frag ich mich wieso es soviele Blödis gibt, die immer schön ihre Anhänge öffnen.
"In der Unendlichkeit des Seins ist nichts so klein wie das eigene Selbstbewußtsein."

Du bildest dir was auf deine Bildung ein?
Du denkst gespeichertes Wissen aus Büchern flösst anderen Respekt ein?
In Wahrheit bist du doch nur "so" klein und stehst da...ganz allein.
Du kannst deinen Frust ja doch nur an anderen auslassen.
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z3ck3

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3

Sunday, February 1st 2004, 5:44pm

weil se keine Ahnung haben... und vor allem sau neugierig sind... und dumm...
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Visce

Mr. Viernheimer Dreieck

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4

Sunday, February 1st 2004, 6:24pm

hat jetzt nix mit mydoom zu tun aber ich hatte w32.blaster bekommen troz firewall und ich öffne auch nie email anhänge. wie kommt der eigentlich da durch?

Visce - lost in loneliness since 1985.
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Kao

König der Narren

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5

Sunday, February 1st 2004, 6:38pm

LOL !
Der kam auch (glaub ich) durch einen Fehler im Internet Explorer durch.
Also hat nix mit e-mail Anhängen zu tun.
Den bekam man einfach so, wenn man auf irgendwelche Seiten suft mit dem Internet Explorer. -.-
"In der Unendlichkeit des Seins ist nichts so klein wie das eigene Selbstbewußtsein."

Du bildest dir was auf deine Bildung ein?
Du denkst gespeichertes Wissen aus Büchern flösst anderen Respekt ein?
In Wahrheit bist du doch nur "so" klein und stehst da...ganz allein.
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z3ck3

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6

Sunday, February 1st 2004, 6:42pm

der Blaster greift das RPC von Windows an. Das geht ohne eMailanhänge. Die Firewall kann vor dem blaster nur schützen, wenn diese richtig eingestellt ist. Der Blaster greift UDP- und TCP-Ports 135 bis 139 und 445 an. Wenn du in der DOS-Eingabeaufforderung (WNT/2k/XP) mal "netstat -n -a" eingibst, findest du 2 der Ports:

TCP 0.0.0.0:135 0.0.0.0:0 ABHÖREN
TCP 0.0.0.0:445 0.0.0.0:0 ABHÖREN

Wenn jetzt die Firewall aus welchen Grund auch immer diese Ports für das i-net freigibt, dann kann darauf natürlich der Angriff gestartet werden.

22 Angriffe auf die RPC-Ports hat meine Firewall alleine in den letzten 40 Minuten gelogt. Das waren zu Blaster spitzenzeiten mehr als das fünffache. Wenn jetzt die Firewall auch nur 1 Minute nicht aktiv war, kast de den Wurm schon auf dem Rechner, wenn du den RPC-Patch nicht instaliert hast.
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z3ck3

Unregistered

7

Sunday, February 1st 2004, 6:43pm

Quoted

Original von Kao
LOL !
Der kam auch (glaub ich) durch einen Fehler im Internet Explorer durch.
Also hat nix mit e-mail Anhängen zu tun.
Den bekam man einfach so, wenn man auf irgendwelche Seiten suft mit dem Internet Explorer. -.-



nene RPC hat nix mit dem IE zu tun.
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Kao

König der Narren

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8

Sunday, February 1st 2004, 6:48pm

*duck*
ok..mein fehler <- ich wollt halt auch mal klugscheissn ;>
"In der Unendlichkeit des Seins ist nichts so klein wie das eigene Selbstbewußtsein."

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z3ck3

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9

Sunday, February 1st 2004, 6:51pm

war ja auch zu 50% richtig :)
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Cthulhu

Kaputtalist

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10

Sunday, February 1st 2004, 10:15pm

also ich hab mir das Dingeingefangen als ne Email von nem bekannten Absender kam und das da dummerweise drin war (nix davon gehört, kein aktuelles Virendings usw.)-....naja, jetz is wieder weg!
early bird gets the worm, but the second mouse gets the cheese
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QuadratImKreis

... doesn't care.

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11

Sunday, February 1st 2004, 10:42pm

Ich hab bloß dagesessen und mich gefreut über die ganzen Virus Entfernt!-Meldungen gefreut.

Entfernt: Blablabla.C1
Entfernt: xyz

Ich fands witzig... *g*

QIK
Kein Tag vergeht, ohne daß ich mich nicht aufgeregt hätte über Menschen,
die wirklich besser einen Goldfisch gekauft hätten.
Aber nein, es mußte ein Hund sein.

Dimidium facti qui coepit habet.
--Horaz
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z3ck3

Unregistered

12

Sunday, February 1st 2004, 10:48pm

Quoted

Original von QuadratImKreis
Entfernt: Blablabla.C1


wetten Sober.C1? *g*
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QuadratImKreis

... doesn't care.

Date of registration: Nov 30th 2003

Posts: 2,240

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13

Sunday, February 1st 2004, 10:53pm

Jeps, Wette gewonnen.

Bei dem ganzen FreeMail-Müll. SO von wegen: ICh kenne sie nicht und ich habe kein TechtelMechtel mit ihrer Frau. Ich find diese Mails immer so dermaßen geistlos. Und doch gibt es Deppen, die immer noch darauf reinfallen...

QIK
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