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der Schütze

Der Pilger

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 4 911

1

Mittwoch, 1. Dezember 2004, 12:36

Lebenswandel

Seid gegrüßt.

Hattet ihr schon einmal das Gefühl, dass es so mit euch nicht weitergeht, dass ihr alles grundlegend ändern müsst? Habt ihr das geschafft, oder war am Ende doch wieder alles beim Alten.

Kann ein Mensch sein Leben überhaupt so tiefgründig verändern? Oder muss er sich dafür erst selbst ändern? Kann man sich selbst dermaßen ändern?

Oder hat sich in eurem Leben schoneinmal unbewusst ein solcher Wandel vollzogen, dass ihr danach "aufwacht" und merkt; es ist alles neu?
der Schütze
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Afelia

Fortgeschrittene

Registrierungsdatum: 2. November 2004

Beiträge: 272

Geschlecht: Weiblich

2

Mittwoch, 1. Dezember 2004, 12:45

Ich habe vor etwa zwei Jahren einen Lebenswandel durchlebt, der mir gelungen zu sein schien: Wenn ich davor mürrisch, still und pessimistisch war, bin ich jetzt eine offenere Person, die sich des Lebens freut.
Gerade bin ich wieder mitten in einem: Ich will lernen, Menschen aufrichtig zu lieben. Damit meine ich nicht einen, sondern alle. Wenn ich das schaffe, nur dann, kann ich Erfolg in meinem Leben haben und sterben, ohne dass ich es bereue. Denn das ist mein Ziel.

Lebenswandel sind nach meiner Erfahrung stehts mit Kriesen verbunden. Bei mir sogar mit sehr großen Kriesen, in denen wirklich alles in die Brüche zu gehen scheint.
Ich glaube aber, man erhebt sich aus der Asche und wird zu einem neuen Menschen.
Zugegeben, oft nehme ich mir das vor und scheitere, erlebe nach einigen Monaten Rückschläge. Aber man sollte es versuchen. Hauptsache man versteht, wo das Problem ist.

Zum Scheitern verurteilt sind Versuche, das Leben zu bessern, indem man den Wohnort, den Job oder die Freunde wechselt.
Das sind alles nur Fluchtversuche, aber vor sich selbst kann man nicht fliehen.
Darum sollte man das Problem in sich suchen, finden und besiegen.

I write for all the things I believe in.
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Catatonia

dark soul

Registrierungsdatum: 27. September 2003

Beiträge: 1 744

Geschlecht: Weiblich

3

Mittwoch, 1. Dezember 2004, 14:55

Das hatten wir glaub mal, gell Schütze ;)
Ja das Gefühl hatte ich schon oft und Veränderungen auch schon oft. Ist alles gewöhnungsbedürftig und nicht so einfach. Aber man kann mit allem leben. Jedoch sobald man nicht ansatzweise glücklich ist, wird es Zeit für eine Veränderung. Eine große Veränderung ist nie einfach aber dennoch zu bewältigen.
Wir würden Lebensglück für groß und stark halten, wenn wir groß und stark genug wären. Illusionen aber werden aus Gedanken geboren, aber sie sterben nicht am Denken, sondern am Leben.

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
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Asmodeus

Mad Hatter

Registrierungsdatum: 6. Februar 2005

Beiträge: 921

Geschlecht: Männlich

4

Dienstag, 22. Februar 2005, 10:28

Zitat

Original von Afelia
Zum Scheitern verurteilt sind Versuche, das Leben zu bessern, indem man den Wohnort, den Job oder die Freunde wechselt.
Das sind alles nur Fluchtversuche, aber vor sich selbst kann man nicht fliehen.
Darum sollte man das Problem in sich suchen, finden und besiegen.

Scheint zu stimmen... (2 mal umgezogen in den letzten 1,5 Jahren und nix hats gebracht.)
Aber ich probiers trotzdem weiter... *Tschakah*
Kissalonecomplex unterliegt den bei Naturprodukten üblichen Schwankungen.

:edd
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Elen

Elbenkriegerin

Registrierungsdatum: 23. Dezember 2003

Beiträge: 2 982

5

Dienstag, 22. Februar 2005, 20:10

...du schaffst es @asmodeus!

nee, im ernst. ich hab schon viele starke innere änderungen erlebt, allerdings war keiner so hart wie der bruch vor nunmehr etwas mehr als eineinhalb jahren; vor dem bruch hatte ich lange blonde haare, bin jeden tag in schrillbuntesten batik-kleidern rumgelaufen und habe meine heimat zwischen hippies und punks gesucht. von einem tag auf den anderen (naja, nahezu) hat sich das geändert - in schwarze kleider, später auch schwarze haare, sprich zum gothic. das hat mich meine damals beste freundin gekostet und auch sonst einige kontakte, allerdings auch wieder welche eingebracht und einen sehr verstärkt (der wäre allerdings wahrscheinlich sowieso stärker geworden, weils dieser person egal ist, wie ich bin - ich bin halt so, und so nimmt sie mich).
tja. auch wenn diese wandlung hand in hand gekommen ist mit einer langen krise, so war sie genauso notwendig, wie es eben diese krise auch war und ist. so wie vorher wäre es einfach nicht weitergegangen; jetzt fühle ich mich zwar nicht in dem sinne glücklicher, aber doch bedeutend wohler als die vielen jahre vorher.
ach ja: wohnortwechsel war nicht beteiligt, aber "jobwechsel" - ich war damals mit der (öffentlichen) schule fertig und habe dann das (private) studium zur naturmedizin angefangen. allerdings hat das nur insofern was mit dem wandel zu tun, als dass es halt denselben zeitpunkt getroffen hat.

edit flüstert: wie bewusst so ein wechsel gemacht werden kann, weiss ich nicht, aber er kann, wie in diesem fall, sehr bewusst ablaufen und sehr unbewusst ausgelöst werden. ich glaube aber nicht, dass man sich deswegen ändert, sondern dass man nur einen anderen teil in sich kennenlernt oder überhaupt mal anfängt zu spüren, was man eigentlich will und braucht.
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Registrierungsdatum: 15. März 2005

Beiträge: 58

Geschlecht: Männlich

6

Donnerstag, 24. März 2005, 20:32

Ich glaub ich bin gerad dabei mich zu wandeln. Nur weiß ich nicht so genau ob das was aus mir wird, mir so 100%-ig gefällt. Die Sache ist leider auch etwas blöd Aussenstehenden zuerklären. ^^#
Aber ich sag mal so, bis vor ein paar Monaten (gerade mal zwei oder so) war ich aufjedenfall noch recht depressiv. (ob das nun krankhaft war oder nicht kann ich nicht sagen und will ich auch nicht) Den letzten Tiefpunkt gab es wohl Ende November, ab da ging es dann langsam Bergauf könnte man meinen. Es ist zwar nicht so das ich momentan wie nen Honigkuchenpferd grinsend durch die Straßen laufe und vor Glück singe, aber wirklich depressiv bin ich momentan keines wegs mehr. Manchmal habe ich noch kurze Phasen, aber die sind nicht erwähnenswert.
Das Problem bei der Sache ist leider nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Diese Veränderung ging erstmal ohne mein bewusstes zutun von statten. Eher durch eine gute Freundin dich mich quasi etwas unter ihre "Fittiche" genommen hat.
Zusagen das ich nun mehr Spass am Leben habe wäre irgend wie auch falsch. Es ist eher so das ich der ganzen Sache im Großen und Ganzen nun anstatt eher negativ recht neutral gegenüberstehe.
Das Problem für mich ist wohl, das "glücklich sein" bzw. sich "glüclklich fühlen" sich zwar nett anfühlt, ich es aber als unnatürlich empfinde. Hingegen wenn ich mich einsam oder allgemein seelisch schlecht fühle ich das als normal empfinde. Man könnte auch fast sagen als angenehm.
Da ich diese Gefühlszustände nun aber seltener habe als noch vor einiger Zeit, fehlt auf der eine Seite was und das wodurch sie ersetzen wurde fühlt sich fremd an. Obwohl ich hier nicht sagen würde das es sich damit gleich schlecht anfühlt.
Oder im die ganze Sache mal bildlich darzustellen.
Die eher negative Gefühlswelt sehe ich irgend wie als meine Art "Heimat" an. In der positiven mache ich gerne mal Urlaub, auch einen längeren, aber dennoch brauch ich die negative, schon allein um die positive besser und intensiver genießen zukönnen. Nur momentan komm ich nicht wieder so richtig zurück in meine Heimat. :/
Nyu, mag sich etwas komisch anhören, aber anders ausdrücken kann ich es leider nicht. ^^#
"I'm searching for something which can't be found ... but I'm hoping"
(Type O Negative - Everything Dies)

"See the animal in it's cage that you built
Are you sure what side you're on
Better not look him too closely in the eye
Are you sure what side of the glass you are on?"
(Nine Inch Nails - Right where it belongs)

The human race is the only vermin on this planet

>> CSC <<
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Registrierungsdatum: 11. Oktober 2003

Beiträge: 3 270

7

Freitag, 25. März 2005, 09:06

Zitat

Original von der Schütze

Kann ein Mensch sein Leben überhaupt so tiefgründig verändern? Oder muss er sich dafür erst selbst ändern? Kann man sich selbst dermaßen ändern?



Mhh,

ja das kann er und dass wirklich heftig, beste Beispiel bin ich glaube in sowas.
In einen halben Jahr 40 kg runter, Selbstbewusst geworden..
Wenn man mich von damals zu heute vergleicht, würde man mich nie und nimmer wieder erkennen. Von daher freu ich mich auch schon auf das 1. Klassentreffen, was in einem Jahr sein wird.
Und ich denke, wenn ein Mensch sich wirklich ändern will, dann kann er es auch, nur dieser Prozess dauert auch seine Zeit und wird auch viel Kraft kosten.

RoB
Liebe ist wie der Wind - Man kann sie nicht sehen, aber fühlen!
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Riveda

Profi

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2003

Beiträge: 1 151

8

Freitag, 25. März 2005, 11:50

Nunja, ich bin vor etwa einem halben Jahr umgezogen, damit auch von zu Hause ausgezogen und habe meinen Studiengang gewechselt. Ich wollte einfach in eine andere Stadt (auch wenn ich Frankfurt/M nun etwas vermisse *g*) und mal einen kleinen Wechsel in meinem Leben, auf dem noch weitere folgen sollen. Grundlegend geändert oder alte Bande abgebrochen habe ich allerdings nichts, bis auf die Persönlichkeitsentwicklung die man jederzeit einfach automatisch durchmacht.
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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