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Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 2 499

1

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 02:36

Freundschaft

Was ist Freundschaft?

Einfach nur zu sagen, ein Freund zu sein?

Was sind die Taten eines Freundes?

Hält Freundschaft ewig?

Freundschaft = Liebe?


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Ein Freund......

....in meinen Augen definiert sich ein freund durch viele Eignschaften....

.......er steht zu dir, doch auch gegen dich, er hilft dir, doch untersagt er dir auch die hilfe, ein freund hört dir zu, doch manchmal redet er.....

...Ein Freund steht immer zu dir, solange du in seinen Augen richtig handelst, oder nicht?
ER hilft dir, bei allem, was du vorhast, sofern es in seinen augen richtig erscheint, oder nicht?
Ein Fruend hört dir immer zu, wenn du mit ihm redest, doch braucht er ab und an auch mal Dein Ohr, das bereit ist, zu hören!


Was ist Freundschaft?

Na ganz klar:

Gegenseitige Akzeptanz, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Kritik, gegeseitige ehrlichkeit, gegenseitige Offenheit, gegenseitiges Vertrauen!


Freundschaft ist in mienen Augen eine Form der Liebe...

...nicht der körperlichen, sondern der geistigen, zwischenmenschlichen Liebe! Man liebt seinen Freund, denn man fühlt sich bei/mit ihm geborgen.
Man liebt seinen Freund, denn mit ihm ist man nie allein.
Man liebt seinen Freund, denn er steht einem immer mit at und Tat beiseite.
Man liebt seinen Freund, denn man kann sich auf ihn verlassen.
Man liebt seinen Freund, denn er ist dein Freund!

Hält Freundschaft ewig?

Ich glaube daran, dass eine RICHTIGE Freundschaft ewig hält!

Eine richtige freundschaft wird gepflegt, es wird viel geredet, man vertraut sich gegenseitig und dieses Vertrauen wird nicht missbraucht! Wenn man DAS jemandem entgegenbringen kann und entgegenbekommt, DANN führt man eine Freundschaft!

Falsche Freunde!

Falsche Freunde....sie ergreifen dein Vertrauen, verführen dich, in deiner blinden Liebe, packen dich an deinen empfindlichsten Stellen und lügen dir ständig etwas vor, ohne dass du es siehst!
Falsche Freunde enttäuschen dich, verletzen dich, sie sind ein Teil deines seelischen Begräbnisses!
Falsche Freunde machen keinen Halt vor diener Würde, deiner Scham, sie greifen dich stetig an, ohne dass du es erst merkst....ewnn du von anderen hörst, dass sie dich belügen, glaubst du es erst nicht, denn sie sind doch deine Freunde! Du frägst sie, doch alles scheint in Ordnung. So zieht es sich immer weiter, ihr führt eine Freuncdschaft und du rennst langsam aber sicher immer tiefer in dein Verderben, ohne es zu sehen, auf andere nciht hörend, bis deine Augen endlich sehen, was mit dir gespielt wird!
Und merkst du es endlich, ist es meist zu spät...sitzen lässt man die wahren Freunde, denn man hat ja seinen WAHREN freund, bis er sich endlich als falscher entpuppt, meist stehst du dann dort, ganz allein, voller angst, angst davor, deine blindheit deinen wahren freunden gegenüber einzugestehen....angst vor deren Reaktion....angst, die dich soweit zerfrisst, dass du es vorziehst, neue zu suchen, anstatt bei den bestehenden dich zu entschuldigen......

.....Doch so zieht es sich das ganze Leben und du lässt alle deine wahren Freunde hinter dir......deshalb überdenke jeden Schritt, den du machst, sorgfältig, bevor du in dein verderben stürzt!
Fledermaushöhle - Die etwas andere Community

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Knightess

Fortgeschrittene

Registrierungsdatum: 25. September 2003

Beiträge: 197

Geschlecht: Weiblich

2

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 03:00

Dein letzter Satz fühlt sich für mich kaputt an, denn lässt man im Leben alle wirklichen Freunde zurück und vergeht, weil man falschen Freunden vertraut hat?
Freundschaften brauchen Zeit, manchmal vertraut man Menschen einfach zu schnell aber mit der Zeit erkennt man oft, wie sie wirklich sind.
Freundschaft verstehe ich als die tiefe Liebe zweier Seelen, bei denen das körperliche unwichtig ist, der Austausch von Gedanken im Vordergrund steht.
Auf einen Freund möchte ich mich immer verlassen können und ein Freund muss sich auch immer auf mich verlassen können. Ein Freund sollte mir zuhören können, wie auch ich ihm, mir aber auch meine Fehler aufzeigen und mir eine andere Sichtweise einer Sache zeigen. (hm, das war jetzt ziemlich nachgebetet...)
"Sag niemals nie."
Wer mir dazu rät, hält sich selbst nicht danach.
Der Mund eines Wissenden kann diese Aufforderung NIE aussprechen.
Niemand von Keiner (*1950)
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Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 2 499

3

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 03:07

hmm....ich kenne Genügend Leute, die ihren gesamten Freundeskries haben sitzenlassen, wegen einer Person, das gleiche wäre beinahe mit meinem momentanen besten Freund passiert, aber er hat früh genug gepeilt, wie der Kerl drauf ist....

.....klingt kaputt, kann auch kaputt machen...
Fledermaushöhle - Die etwas andere Community

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Absurd

Profi

Registrierungsdatum: 15. Oktober 2003

Beiträge: 950

4

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 08:44

Was ist Freundschaft?

Einfach nur zu sagen, ein Freund zu sein?

Also nur zu sagen hey ich bin dein freund reicht nicht! Das muss er schon beweisen! Ein Freund bzw ein guter Kamerad is für mich jemand der kein scheiß ja sager ist und mir nachlabert sondern seine eigne meinung vertritt des weiteren jemand auf den man sich egal bei was total verlassen kann der immer an meiner seite steht. Tut er das hat er von mir das selbe zu erwarten

Was sind die Taten eines Freundes?

-Hilfe in Notsituationen wie schlägerei
-Zuhören wenn man probleme hat und so gut es geht versuchen zu helfen
-Immer für einen da
etc

Hält Freundschaft ewig?

Wenn man sie richtig pflegt sie heiligt und nicht wegen liebe kleinigkeiten oder ähnlichem kleinscheiß (im vergleich zur wahren freundschaft) wegwirft ja! Hängt aber auch großenteils an den personen selbst

Freundschaft = Liebe?

Hm naja find ich nicht. Is sicherlich eine starke geistige bindung zwischen zwei personen aber mit liebe würde ich das noch net gleichsetzen
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 28. September 2003

Beiträge: 3 506

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5

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 09:15

für mich gibt es keinen menschen den ich jemals als freund bezeichnen würde.. so eine stillisierung und mystifizierung mit ewig und so halte ich für schlichweg unmöglich da mensch eben mensch ist, sollheissen mit fehlern behaftet

verlas dich auf andere und du wirst verlassen
am ende bist du eh allein..
und im endeffekt musst du alles vor dir selbst rechtfertigen können und damit klar kommen denn das nimmt dir keiner ab damit zu leben
ungreifbarer non-rationalist
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Valgard

Der Prophet

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 159

Geschlecht: Männlich

6

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:10

freundschaft als liebe zu bezeichnen...naja...es heerscht zwar eine starke geiste verbindung mit manchem gedankenaustausch aber das gleich als liebe zu definieren naja....



was freundschaft für mich bedeuet:

- immer für den anderen da sein
- nicht anlügen
- auch einpaar ratschläge bzw. zuhören bei problemen
- fast die selben meinung haben
- kein hinterrucksreden


@rekon: hm...du kannst keinem so richtig vertrauen oder sehe ich das falsch?
[list]nå rømme jeg disse hytte,
min elske opphold,
flytte med svøpe skritt
igjennom han øde, skummel skog[/list]
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der Schütze

Der Pilger

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Beiträge: 4 911

7

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:10

Freundschaft ist für mich vor allen Dingen das wichtigste Gut geworden.

Wenn du nichts mehr hast, dann wirst du immernoch Freunde haben und ihre Anwesenheit (und sei es nur geistig) wird alles Leiden und alle Not wieder gut machen!


Ich finde auch, dass ein Freund seine Freundschaft erst beweisen muss. Aber das ist wohl immer so, dass beide daran arbeiten müssen, loyal und offen sein müssen, dann entsteht Vertrauen und schon ist die Basis für Freundschaft gegeben.

Ja, wahre Liebe sollte in meinen Augen immer Freundschaft sein, sonst wird die Liebe über den Zustand des "verliebt- Seins" niemals hinausreichen und dieser Zustand ist wankelmütig.

Freundschaft währt viel eher ewig, als Liebe (meiner Meinung nach).


Falsche Freunde: gibt es leider viel zu viel, schmerzen, verletzen. Aber, wie es doch so schön heisst: aus Fehlern lernt man.
der Schütze
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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8

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:24

alle menschen die hier so schreiben ...absolutes vertrauen und dergleiche...
ich hab schon pferde kotzen sehen
ich vertraue niemanden ganz da hast du recht ..aber das liegt nicht an mir, ich kann das schon, liegt an anderen menschen

ach ja...ich sehe mich nicht als was besseres an..nur mal so am rande
ungreifbarer non-rationalist
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Valgard

Der Prophet

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9

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:29

habe ich mir auch net gedacht oder dergleichen........kann sein das bei solchen "netten süßen" man das kotzen kriegt........wer nicht.:)....aber wir brauchen nunmal solche sachen.......
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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10

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:35

wer bruacht solche sachen? ich nicht sorry. das ist heuchelei.. und nicht erkennen der realität
ungreifbarer non-rationalist
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Valgard

Der Prophet

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11

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:39

vielleicht kommt der tag an dem du auf einen freund angewiesen bist......und dieser wird sicher stadtfinden......wann?.....wer weiß...
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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12

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:45

WANN? gestern war wann..vorgestern auch ..und wo war er oder sie?
nicht da richtig..
verzeih ich lernte früh genug das die letzte instanz ich selbst bin und sein muss..ummein eigenes überleben zu sichern..
ich bin einfach nicht auf andere angewiesen..
ich versuche immer wieder mich überzeugen zu lassen aber der starke muss ich sein sonst gehe ich baden
nur das das so ist.. das ich nur für mich stärke besitze nicht für 2..ach *prappel
was solls
ungreifbarer non-rationalist
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Valgard

Der Prophet

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 159

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13

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:55

hm...dank dir sind meine gedanken ein wenig verwirrt......denn irgendwo hast du auch recht...
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Beiträge: 1 240

14

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 12:59

mh.. hab eigentlich noch nie einer person voll und ganz alles anvertraut..
aber in den letzten 2 jahren hatte ich das gefühl, dass ich "wenigstens" die möglichkeit habe..
und das bedeutet mir ein ganzen stück.. um nicht zu sagen alles..
diese person bedeutet mir alles...
auch wenn's seit gestern wohl vorbei ist....
[BT].:: Violent ::.[/BT]



Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren.
(C.B.)
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der Schütze

Der Pilger

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 4 911

15

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 13:00

Rekon wurde enttäuscht, ob er recht hat, wage ich zu bezweifeln.

Macht Geld glücklich? nein
Macht Luxus glücklich? nein

Das alles- das sind die Irrtümer dieser Welt. Wer keinen Kontakt zu den Menschen hat, wer sich nicht öffnen darf und verstanden wird, der muss an sich selbst zugrunde gehen.

@rekon: dass dir das widerfahren ist, tut mir Leid, aber ich traue dir mehr Stärke zu, als dich jetzt in dir selbst zu verschließen...
der Schütze
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Resurrected

MiesePÖHter

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Beiträge: 3 031

Geschlecht: Männlich

16

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 13:31

In nomine Nosferatu

Seid gegrüßt!
Also ich denke dass Freundschaft, die höchste Ebene zwischenmenschlicher Beziehungen ist die normalsterbliche erreichen können. Freundschaft, ist einfach immer für dich da, überdauert viele Jahre, kann aber nach 16 Jahren auch auf einmal vorbei sein, wie ich erst kürzlich erfahren musste.

Resurrected

PS: Von Mitleidsbekundungen bitte ich Abstand zu nehmen ;)

As sure as night is dark and day is light...
I keep you on my mind both day and night...
And happiness I've known proves that it's right...
Because you're mine...
I walk the line
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HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

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17

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 13:54

Was ist Freundschaft?

Freundschaft ist das höchste Gut, dass sich zwischen zwei Menschen verbindet, die sich sagen wir mal "nur platonisch" lieben.

Einfach nur zu sagen, ein Freund zu sein?

Ich denke, wenn man ein wahrer Freund ist, dann muss man das nicht sagen, das weiß man einfach, wer für einen da ist, und wer nicht.

Was sind die Taten eines Freundes?

Die Taten eines Freundes stehen zwischen Hilfe und Kritik denk ich, ein Freund sagt dir wenn du Mist baust oder er weiß, dass seine Hilfe benötigt wird.

Hält Freundschaft ewig?

Könnte schon sein. Ich kenn einige meiner Freunde seit meiner Geburt, die anderen 15 Jahre, manche erst seit Kurzem, das variiert wohl... ob diese Freundschaften ewig dauern kann ich nicht sagen, aber ich denke die, welche die Pupertät und das heranwachsen überstehen werden auch das Alter überleben.

Freundschaft = Liebe?

Aus Freundschaft kann Liebe werden, aus Liebe vll Freundschaft, beides ist mir schon passiert aber ich denke nicht dass Freundschaft etwas mit dieser "besonderen" Liebe zu tun hat, wohl eher auf einer anderen Basis... irgendwie.

Celtic.
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
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HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

Registrierungsdatum: 27. September 2003

Beiträge: 2 365

Geschlecht: Weiblich

18

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 14:10

nein, das soll kein Spamming sein, dass ich 2 Kurzauffeinader folgende Beiträge hierrein stelle. Ich wollte nur eine Klare Trennung zwischen meiner Meinung und der Aussage des Lexikons schaffen.

Celtic.

Freundschaft,
persönliche, von Vertrauen und Zuneigung geprägte Beziehung zweier Menschen. Unter Freunden und Freundinnen gibt es oft gemeinsame Interessen und ein gemeinsames Streben nach Zielen, wie z.B. einen gemeinsamen Urlaub oder den Besuch sportlicher oder kultureller Ereignisse. Immer kann von einer starken Gefühlsbindung, einer Seelenverwandtschaft, ausgegangen werden. Einander Freund oder Freundin sein bedeutet, ehrlich und offen zueinander zu sein, füreinander da zu sein, Frohes und auch Trauriges miteinander zu teilen.
Vor allem in jungen Jahren zeichnet sich Freundschaft nach außen hin dadurch aus, dass man sich häufig sieht und viel gemeinsam unternimmt. Wesentliche Merkmale einer Freundschaft sind Vertrautheit und gegenseitige Achtung im Umgang miteinander. In einer ausgewogenen Freundschaft ist es, wie nur in wenigen anderen Beziehungen, möglich, ohne große Scham oder Ängste von eigenen Problemen, Nöten, Wünschen oder Vorstellungen zu sprechen, denn Freundschaft bedeutet, den anderen so anzunehmen, wie er ist. Aufgrund dieser Vertrautheit sowie der gemeinsamen Erfahrungen ist es in einer Freundschaft auch möglich, Hilfestellungen zu leisten beziehungsweise Kritik zu üben.
Freundschaften, wie Liebesbeziehungen, sind oft zeitlich begrenzt, wobei aber nie zu bestimmen ist, wie lange sie dauern. So unmerklich wie eine Freundschaft gekommen ist, so unmerklich kann sie sich auch wieder verabschieden, wobei Umzug, Schulwechsel und dergleichen äußere Gründe, Einstellungswechsel oder Persönlichkeitsveränderungen innere Gründe sein können.
Eine Freundschaft ist Entwicklungen unterworfen und kann auch in Krisen geraten. Wohnortwechsel oder erste Partnerschaften können räumliche wie innere Ferne aufkommen lassen, die zum Ende der Freundschaft führen können, wenn sich die Freunde nicht bemühen, sie zu erhalten. Der Beginn einer Freundschaft ist oft einfacher, als sie zu erhalten. Ohne die Pflege der Freundschaft, das Bemühen um den anderen, ohne Konstanz und eventuelle Beharrlichkeit ist eine dauerhafte Freundschaft nicht denkbar und lebbar.
Auch wenn eine Liebesbeziehung des Freundes/der Freundin zu Beginn oft als Konkurrenz gesehen wird, so halten echte Freundschaften auch dieser Probe stand.
Für die Freundschaft ist es unerheblich, ob sie zwischen gleich- oder gegengeschlechtlichen Partnern besteht. Eine Tendenz der Liebe wohnt der Freundschaft inne, die sich durch eine körperliche Nähe (Umarmung, Küsse) ausdrücken kann, die aber mit einem sexuellen Begehren nicht gleichzusetzen ist. Aus Freundschaft kann dennoch Liebe werden. Wenn der Wunsch nach einer Liebesbeziehung nur bei einem der beiden Partner besteht, kann dies zu einer harten Probe für die Freundschaft werden.
Auch wenn sich mit den Jahren Freundschaft immer mehr festigt, so ist sie doch immer eine veränderliche Beziehung, die eine Zukunft letztendlich nur durch beständigen Kontakt, Gespräche und Unternehmungen hat.

© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
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