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mina

Profi

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1

Sonntag, 23. April 2006, 18:17

20 jahre später ... tschernobyl

am 25. April 1986 geschah die katastrophe im atomkrafterwerk tschernobyl (ukraine) ... erst am 6. mai konnte der reaktorbrand gelöscht werden und am 15 november war der sarkophag fertig ...
erst im herbst 2000 wurden die letzten reaktoren stillgelegt ...

dort ist soviel passiert dass ich nur noch den kopf schütteln kann ... anfangs wollte man das ganze ja vertuschen aber allein die tatsache dass in österreich zum beispiel das regenwasser um das 400 fache über dem grenzwert verstrahlt war ... ließ das auffliegen ... bis heute sind pilze verstrahlt!

http://www.kleine.at/nachrichten/chronik/89645/index.do

edit: Link klickbar gemacht - Res
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Calvin

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2

Sonntag, 23. April 2006, 18:20

es stand auch irgendwo das 10 mal mehr Menschen im Endeffekt zu Tode gekommen sind als zunächst bekannt..
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
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ShadowCat

Diva mit Krallen

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3

Sonntag, 23. April 2006, 19:02

habe im stern einen artikel darüber gelesen und konnte nur den kopf schütteln wie naiv die damals damit umgegangen sind. keine schnellen reaktionen und am besten alles vertuschen...

hier mal ein interessanter link...


Klick Mich


Lieben heißt nicht, sich in die Augen zu sehen,
sondern gemeinsam in die gleiche Richtung zu blicken.

(A. de Saint-Exupéry 1900-1944)
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mina

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4

Sonntag, 23. April 2006, 19:22

ich glaube wenn das heutezutage passieren würde ... handeln die verantwortlichen gleich ... das ist ja das traurige ... *kopf schüttel*
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Legacy

God of Chaos

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5

Sonntag, 23. April 2006, 21:08

Zitat

Original von mina
ich glaube wenn das heutezutage passieren würde ... handeln die verantwortlichen gleich ... das ist ja das traurige ... *kopf schüttel*


tja, auch menschen lernen aus ihren fehlern, was manchmal kaum zu glauben ist wenn man sich so umschaut ^^, aber soll vorkommen ;)

zu dem unglück... hätte nicht sein müssen, man wusste schon damals was atom anrichten kann... (spätestens nach dem 2. Weltkrieg)

Aber, es waren wohl lehrreiche monate/jahre damals... und ich persönlich hoffe das sowas nicht noch einmal passiert!!

Gruß Legacy
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"Ich weiß zwar nicht, was ich da mache, aber es funktioniert. Und das ist die Hauptsache..."
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Calvin

Moderator/in

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6

Sonntag, 23. April 2006, 21:12

Dass soetwas niewieder passiert ist nicht gesagt...es wird nur auf jedenfall besser gehandelt werden...
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
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GeliebtedesTodes

Verspieltes Miststück

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7

Sonntag, 23. April 2006, 23:41

ich glaube wäre das heute passiert hätten sie genauso stillschwiegen bewahrt...

was ich krass finde, dass da in der gegend ja heute noch menschen leben und die genetischdefekten vererbaren Krnakheiten um ein vielfaches angestiegen sind...
Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht,

weil keiner ihnen aufs Maul haut


[Klaus Kinski]
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Medivh

Moderator

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8

Montag, 24. April 2006, 01:00

schaut euch den Film "Die Wolke" an.
Ich bin kein Atomkraftgegner, aber dennoch sollte meiner Meinung nach noch intensiver als bisher an einer effektiven neuen Energieherstellungsform gesucht und geforscht werden. Die Folgen eines GAUs sind einfach zu schlimm.
Wenn du dich mit dem Alkohol einlässt verändert sich nicht der Alkohol, der Alkohol verändert dich!
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QuadratImKreis

... doesn't care.

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9

Montag, 24. April 2006, 09:15

Ich hab den Artikel im Spiegel darüber gelesen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass das ne sowjetpolitische Sache war, die die Leute so lange vom Handeln abgehalten hat.
Die haben in ihren gesamten Karrieren größtenteil nichts anderes gelernt als einen Ausschuss in solch einer Situation zu bilden und so. Und sagen durfte man als kleiner Sesselfurzer ja auch nix, weil das ja von oben gedeckt sein musste.

Wobei, wenn man sich meinen letzten Absatz so durchliest könnte man das auch auf Politikerreaktionen generell anwenden.

Anyway, ich kann mir durchaus vorstellen, dass das heute auch ein, zwei Tage dauern würde bevor das an die Öffentlichkeit kommt. Aber ich glaube nicht, dass man auf konkrete Nachfrage hin das Ganze leugnen würde. Man sollte sich dazu vielleicht auch nochmal die damalige Situation in Erinnerung rufen. Alles herum war kapitalistisches Feindesland. Wieso sollte man seinen Feinden einen Angriffpunkt bieten? Hart ausgedrückt und auch in keinster Weise als Relativierung gedacht, aber egal was ich vom Ostblock als Staatengebilde halten mag: die Argumentation verstünde ich. Aber sowas sagt ja keiner laut.

Wir wollten nix sagen, damit das nicht-sozialistische Wirtschaftsgebiet nix mitkriegt und haben deshalb mal eben auch die Gesundheit unserer eigenen Leute für die Politik geopfert? No way.

Was mich am meisten ankotzt ist, dass es heute immer noch runtergespielt wird. So nach dem Motto..
"Zu beklagende Tote: 53 Menschen und eine Ziege, die unglücklicherweise am Löschschaum der Feuerwehr erstickte. "
Die pi mal Daumen 50 Toten sind dabei die Zahl die offiziell kursiert, über tote Ziegen weiß ich allerdings nix. Nee, Ernst beiseite. Es heißt es wären "nur" n paar n50 Leute gestorben. Und die ganzen "Sekundärtoten" die an Krebs gestorben sind, den sie sonst nicht bekommen hätten oder die Kinder die als Totgeburten zur Welt kommen, die werden nicht mitgezählt.
Ebenso wie ja angeblich der größte Teil an Strahlung in Weißrussland runterging. Was auch teilweise geleugnet wird.
Oder die Aussage eines offiziell bestellten Beobachters oder was auch immer der Knilch war, dass es angeblich keine Fälle von Schilddrüsenkrebs in der näheren Umgebung gäbe, die mit Tschernobyl in Verbindung gebracht werden können. Pff..

Naja, und um den Bau des zweiten Sarkophags, also einer größeren Bleiverschalung streiten sich unter anderem auch deutsche Firmen. Is wohl n Milliardendeal. Und dann machen wir aus der Gegend außenrum eine touristische Attraktion in der wir versuchen seltene Pflanzen anzusiedeln. Die Vegetation hatte ja auch 20 Jahre Zeit sich den Weg zurück in die Städte zu bahnen. Wohnt ja keiner mehr da.

--QIK
Kein Tag vergeht, ohne daß ich mich nicht aufgeregt hätte über Menschen,
die wirklich besser einen Goldfisch gekauft hätten.
Aber nein, es mußte ein Hund sein.

Dimidium facti qui coepit habet.
--Horaz
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mina

Profi

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10

Montag, 24. April 2006, 11:36

... hab den artikel vom spiegel heute auch gelesen ...

aber was mich so shockiert ist ... dass das ganze erst 20 jahre her ist ... da war ich zwei! ...

jedenfalls find ich das ganze echt schlimm und glaube nicht dass die menschheit aus solchen fehlern lernt ...
just because i don't care doesn't mean i don't understand ...
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ShadowCat

Diva mit Krallen

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11

Montag, 24. April 2006, 21:31

omg, die wissen genau was für schäden radioaktive strahlung verursachen kann und gehen da trotzdem rein, tragen gerade mal baumwollkleidung und einen kunststoffüberzug. haben die denn nichts daraus gelernt?? ich hoffe, dass sich die menschen niemals vermehren, die da drin waren/sind, die müssen doch jetzt schon erhebliche genetische schäden haben...

ich versteh es einfach nicht...
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(A. de Saint-Exupéry 1900-1944)
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QuadratImKreis

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12

Montag, 24. April 2006, 22:20

@ShadowCat: Ich glaub das hast du falsch verstanden.
Die sind damals nur mit Gasmaske und Baumwollschutzanzügen rein. Heute machen die das wohl anders, wenn die in den Bereich reinmüssen.

--QIK
Kein Tag vergeht, ohne daß ich mich nicht aufgeregt hätte über Menschen,
die wirklich besser einen Goldfisch gekauft hätten.
Aber nein, es mußte ein Hund sein.

Dimidium facti qui coepit habet.
--Horaz
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JaneDoe

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13

Mittwoch, 26. April 2006, 22:32

Schrecklich. Es wäre ja schlimm genug wäre es bei damals geblieben, aber es beeinflusst uns ja heute noch und das find ich noch mal doppelt so schlimm... Man denkt es müsste irgendwann 'zu Ende sein' aber irgendwie nimmt es kein Ende. Wer weil wie lange die Nachwirkungen noch sein werden... Schrecklich... einfach schrecklich...

Jane


P.S. Das war doch aber 26.04. oder? Na, ist auch eigentlich nicht so wichtig wann genau es war, es war und das ist wie gesagt schrecklich...
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HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

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Geschlecht: Weiblich

14

Mittwoch, 26. April 2006, 22:42

Ich habe heute mehrere Berichte auf Phoenix dazu angeschaut und muss sagen, ich bin schockiert, nicht nur über die Handhabung des ganzen, sondern dass auch heute noch soviele Menschen vor allem an Schilddrüsenkrebs daran sterben und dass dieser ganze verseuchte Müll dort immer noch lustig vor sich hinstrahlt. Desweiteren find ich diese 30 km Sperrzone echt richtig unheimlich. Und diese ganze Strahlung hat sich im übrigen nicht mal um die Hälfte abgebaut, die Reporter die dort einen Zugang hatten konnten nicht länger als ein Paar Minuten auf dme Areal und nicht länger als ein paar Stunden in der enorm verseuchten gegend rund um Tschernobyl bleiben, únd dann gibts noch leute die dort leben, arbeiten und die bisher von keiner STatistik als "Opfer" erfasst worden sind.

Luna.
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
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ShadowCat

Diva mit Krallen

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15

Mittwoch, 26. April 2006, 22:42

Zitat

Original von QuadratImKreis
@ShadowCat: Ich glaub das hast du falsch verstanden.
Die sind damals nur mit Gasmaske und Baumwollschutzanzügen rein. Heute machen die das wohl anders, wenn die in den Bereich reinmüssen.

--QIK


schau dir die kurzfilme von meinem link an.

NEIN, die gehen auch heute noch so rein!!!!
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(A. de Saint-Exupéry 1900-1944)
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Kasmodiah

Dea ex machina

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16

Donnerstag, 27. April 2006, 13:18

Ich erinner mich noch an den zehnten Jahrestag von Tschernobyl, damals haben wir u.a. in der Schule drüber gesprochen.
Meine Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dann erfuhr, dass ich selber nicht weit weg von zwei Kernkraftwerken entfernt wohne (Biblis und Mülheim-Kärlich, wobei nur noch eins davon in Gebrauch ist)


Zitat

Original von HijaDeLaLuna
Ich habe heute mehrere Berichte auf Phoenix dazu angeschaut und muss sagen, ich bin schockiert, nicht nur über die Handhabung des ganzen, sondern dass auch heute noch soviele Menschen vor allem an Schilddrüsenkrebs daran sterben und dass dieser ganze verseuchte Müll dort immer noch lustig vor sich hinstrahlt. Desweiteren find ich diese 30 km Sperrzone echt richtig unheimlich. Und diese ganze Strahlung hat sich im übrigen nicht mal um die Hälfte abgebaut, die Reporter die dort einen Zugang hatten konnten nicht länger als ein Paar Minuten auf dme Areal und nicht länger als ein paar Stunden in der enorm verseuchten gegend rund um Tschernobyl bleiben, und dann gibts noch leute die dort leben, arbeiten und die bisher von keiner Statistik als "Opfer" erfasst worden sind.



Die Berichte auf Phoenix hab ich auch gesehen und fands ebenfalls ziemlich heftig. (s.o.)
Vorallem, dass wie gesagt nicht nur die ältere und "unsere" Generation sowie die unserer Kinder mit den Folgen dieser Katastrophe sich auseinander setzen muss, sondern auch die unserer Enkel, Urenkel und so weiter... bis in ca. 10.000 Jahren, wenn das ganze Zeugs nur noch halb so schädlich ist wie heute...
10 000 Jahre sind ne verdammt lange Zeit und bis dahin kann niemand gefahrlos in der Gegend dort leben.

Wenn mensch es ganz genau nimmt, kann mensch doch heute nach dieser Sache von damals keine AKWs mehr gutheißen... Es ist m.E. einfach zu riskant.
Und bevor hier jemand ankommt von wegen "Unsere AKWs sind sicherer als die damals in der Ukraine, da kann nix passieren." - Damals wurde auch der Reaktor von Tschernobyl für sicher befunden und es wurde für unmöglich erklärt, dass sowas passieren könnte.

Falls sich jemand erinnert: Auch die Titanic galt als unsinkbar...


EDIT: Wow, da hat jemand viel gelernt:

"Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko will den Tourismus im verstrahlten Gebiet rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl fördern. Er sei von der Notwendigkeit dieses Schrittes überzeugt, sagte Juschtschenko im Staatsfernsehen. Millionen Menschen müssten den Unglücks-Reaktor mit eigenen Augen sehen. Die verlassenen Dörfer rund um das Atomkraftwerk seien ein beeindruckender Anblick."


(Quelle: www.gmx.de)
The hardest thing in this world is to live in it.
Be brave.
Live.

“Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.” [Marie Curie]
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mina

Profi

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17

Donnerstag, 27. April 2006, 16:20

... außerdem war die ganze sache viel verherrender als damals hiroshima ... nur war das ja ein angriff !?
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