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Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

1

Montag, 19. Dezember 2005, 17:04

Geisel Osthoff frei....

Die im Irak entführte Susanne Osthoff ist wieder frei und gesund. Das haben am Sonntag (18.12.2005) der Bruder Osthoffs sowie das Auswärtige Amt bestätigt.



Osthoff sei seit Sonntag in sicherer Obhut, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Abend in Berlin. Im Namen der gesamten Bundesregierung wolle er allen Dank sagen, die zu dem glücklichen Ende der Entführung beigetragen hätten. Steinmeier erinnerte zugleich an all jene Menschen, die noch immer in der Gewalt von Geiselnehmern im Irak seien. Unklar ist, wie Osthoff aus den Händen ihrer Entführer befreit wurde und ob Zugeständnisse gemacht wurden oder Geld floss.



Forderungen



Die 43-jährige Osthoff war am 25. November bei einer Überlandfahrt von Bagdad nach Arbil im Nordirak von Unbekannten verschleppt worden. Die Entführer forderten von der Bundesregierung, die Zusammenarbeit mit Irak einzustellen.



Mit einer brennenden Kerze stand eine Frau am Mit einer brennenden Kerze stand eine Frau am 13.12.2005 in Berlin vor dem Brandenburger Tor und beteiligt sich an der Mahnwache für die entführte Susanne Osthoff.Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte sich zwischenzeitlich in einem vom arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira ausgestrahlten Appell an die Entführer gewandt und die Freilassung der beiden Geiseln gefordert. Dabei verwies er auf das engagierte Eintreten Osthoffs für die Menschen im Irak. "Erkennen Sie dies an und erweisen Sie Ihrerseits Menschlichkeit und Respekt vor ihrem Leben."



Auge in Auge mit der Gefahr



Susanne Osthoff war sich den Gefahren im Irak bewusst. "Wer die Nerven verliert, ist tot", sagte sie 2004 in einem Interview. Zugleich schwärmte sie vom Irak als "Ursprung der Kultur" und von den "hochgebildeten und sensitiven" Irakern. Seit Jahren leistet die Bayerin Hilfe für die Menschen im zunächst von Saddam Husseins Diktatur sowie den Wirtschaftssanktionen gegen ihn und dann vom Krieg gezeichneten Land.



Bereits im Religionsunterricht hätten Orte wie die Hängenden Gärten von Babylon sie fasziniert, sagte Osthoff der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) damals. Sie studierte Vorderasiatische Archäologie, lebte jahrelang im Jemen und nahm 1984 erstmals an Grabungen im Irak teil. Nach der Heirat mit einem jordanischen Araber perfektionierte die gebürtige Münchnerin Presseberichten zufolge ihr Arabisch.

[URL=http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1824673,00.html]QUELLE[/URL]

:::

Irgendwie denke ich noch immer, das da was nicht gestimmt hat. ?(

Ist zwar schön dass sie wieder frei ist, aber ich vermute irgendeine Zusammenarbeit zwischen Osthoff und "Geiselnehmern"

Evtl. um Gelder für ihre Arbeit zu beschaffen, oder so....
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HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

Registrierungsdatum: 27. September 2003

Beiträge: 2 365

Geschlecht: Weiblich

2

Montag, 19. Dezember 2005, 17:08

@ Krähe,

ja ich denke da genau so wie du. Es ist klasse, dass sie wieder frei ist, auf jeden Fall. Aber auch ich denke, dass da einfach trotz aller Ablehnung irgendetwas im Hintergrund gelaufen ist, was man nicht unbedingt wissen soll.
Andererseits denke ich, sollte es sich um Außenhandelsbeziehungen legaler Art oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder Spenden für die Region handeln, warum nicht. Ich meine auf den ersten Blick ist da ja nix illegales / unschändliches dran. (natürlich kann man aus allem guten auch einen Umkehrschluss sehen...) aber gut ist erst mal, dass sie frei ist.

Luna.
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
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Elen

Elbenkriegerin

Registrierungsdatum: 23. Dezember 2003

Beiträge: 2 982

3

Dienstag, 20. Dezember 2005, 20:04

Ich finde es faszinierend, wie gedeckt sie sich jetzt hält... und noch viel mehr, dass sie im Irak bleiben möchte. Darüber scheinen zwar die Medien (als Sprecher der Nation?) sehr brüskiert, aber mich freuts ;P Schön, dass sie offenbar nicht beim Bild der traumatisierten und aufs Leben geschockten Geisel mitspielt, die unbedingt wieder nach Hause muss, weil sie eingesehen hat, welch feindliches Territorium der Irak ist - nein, sie bleibt und macht aller Wahrscheinlichkeit nach ja bald weiter mit ihrer Arbeit.
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Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

4

Dienstag, 20. Dezember 2005, 20:32

Zitat

Original von Elen
Schön, dass sie offenbar nicht beim Bild der traumatisierten und aufs Leben geschockten Geisel mitspielt, die unbedingt wieder nach Hause muss, weil sie eingesehen hat, welch feindliches Territorium der Irak ist


Ein weiterer Punkt der mich in meinem Misstrauen bestärkt hat ;)

Wo keine bösen Geiselnehmer existieren, gibts auch keine Ängste vor ihnen.

Die hat sich wahrschenlich vom Schwager ihres Fahrers entführen lassen um damit ihre Ausgrabungen weiterfinanzieren zu können.
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Elen

Elbenkriegerin

Registrierungsdatum: 23. Dezember 2003

Beiträge: 2 982

5

Mittwoch, 21. Dezember 2005, 11:10

Interessante Idee.
Obwohl ich bei dieser Geisel schon glaube, dass sie eben eine Geisel war (die Entführung also auch nicht gestellt wäre), darüber aber sozusagen hinweggeht, als wäre es in ihrer eigenen Heimat passiert (wer in Deutschland entführt wird, geht deswegen ja auch nicht ausser Landes).

Übrigens... welche Ausgrabungen? Ich dachte, die gute Frau engagiert sich in Hilfsprojekten für die Bevölkerung?
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Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

6

Mittwoch, 21. Dezember 2005, 11:16

Susanne Osthoffs Liebe zu Land und Leuten rührt von ihrem Studium her. Sie ist Archäologin, Spezialgebiet Vorderasien. Bei Barthel Hrouda, dem Nestor dieser Disziplin, hat sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Hrouda steht in der Tradition der deutschen Archäologen um Robert Koldewey und Walter Andrae, die im 20. Jahrhundert in Babylon und Assur forschten.

Ausfluss ihrer Arbeit ist unter anderem das monumentale Ischtar-Tor aus Babylon im Berliner Pergamon-Museum. Als Studentin nahm Susanne Osthoff mit dem inzwischen emeritierten Wissenschaftler an diversen Grabungen in Isin teil.

Die Stadt aus sumerischer Zeit liegt 200 Kilometer südlich von Bagdad. Von 1973 bis 1989, also während des Iran-Irak-Kriegs, fanden unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Grabungen statt, bei denen die Archäologin zeitweise mitbuddelte.

Am Heiligtum der Stadt stieß das Team auf eine vier Meter breite Freitreppe aus Lehmziegeln und fand zahlreiche Skulpturen, Rollsiegel und Tontafeln. Spätere Untersuchungen von Skeletten, Tierknochen und Pflanzenresten in München ergaben interessante Hinweise auf die damaligen Bewohner sowie über die antike Fauna und Flora.

Eine weitere Grabung fand 1990 in der ersten Hauptstadt der Assyrer in Assur am Oberlauf des Tigris statt. 2001 wurden die Ausgrabungen fortgesetzt und sollen wieder aufgenommen werden, sobald es die Zustände erlauben. Allerdings sieht es für die Archäologie schlecht aus.


www.sueddeutsche.de

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hauptberuflich Archäologin, nebenberuflich Entwicklungshelferin ;)
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Elen

Elbenkriegerin

Registrierungsdatum: 23. Dezember 2003

Beiträge: 2 982

7

Mittwoch, 21. Dezember 2005, 17:55

Also sozusagen beides.
Ein Grund mehr, warum ich sehr gut verstehen würde, wenn sie nicht einfach nach Deutschland zurückkehrt, sich bejammern lässt von den Medien und die Arbeit niederlegt, sondern schlicht weitermacht wie bisher.
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2005

Beiträge: 301

Geschlecht: Männlich

8

Mittwoch, 21. Dezember 2005, 21:19

Organisationen

Sicher kann es einen Zusammenhang geben, denn viele Hilfsorganisationen stehen vor dem finanziellen Ruin.

Ich glaube aber an keinen Zusammenhang zwischen Entfürhrung und Geldbeschaffung.

Geld wird fließen, mit Sicherheit.
Wichtiger ist mir, daß S.O. frei ist.
Das echte Gefühl ist wie der Fluss,
der im Sonnenschein dahinfließt
und später mit demselben
freudigen Murmeln die Dunkelheit
der Nacht durchquert.

Weisheit der Cheyenne
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