Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Community-of-Darkness. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lese dir bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

1

Dienstag, 17. April 2007, 16:42

Amoklauf an Universität in den USA

Dienstag, 17. April 2007
33 Tote bei Amoklauf
Bush hält an Waffengesetzen fest

US-Präsident George W. Bush hat sich von dem blutigen Amoklauf an einer Universität in Virginia entsetzt gezeigt. "Schulen sollten sichere und geschützte Orte sein", sagte er. "Wenn dieser Schutzraum verletzt wird, fühlt man die Folgen in jedem amerikanischen Klassenzimmer und in jeder amerikanischen Gemeinde."

Nach den Worten der Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, hält Bush auch nach dem Amoklauf an den Waffengesetzen fest. "Der Präsident glaubt, dass Menschen ein Recht haben, Waffen zu tragen, aber dass alle Gesetze befolgt werden müssen."

Ein Amokläufer hatte am Montag an der Technischen Hochschule von Virginia in Blacksburg 32 Menschen und dann sich selbst erschossen. Es war der blutigste Amoklauf in der Geschichte der USA. Am Montagabend gedachten mehrere hundert Studenten auf dem Campus der Opfer.

In den USA sterben jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen an Schusswunden. Es befinden sich mehr Waffen in Privatbesitz als in jedem anderen Land. Eine einflussreiche Waffen-Lobby sowie freizügige Gesetze zum Besitz von Waffen haben bislang alle Kontrollbemühungen untergraben.

Australien prangert Waffenkultur an

Der australische Ministerpräsident John Howard kritisierte die Waffenkultur der USA. Australien habe nach einem schrecklichen Massaker im Jahr 1996, als 35 Menschen erschossen wurde, den Waffenbesitz rigoros beschränkt, sagte Howard. So habe die Waffenkultur in Australien kein solch negatives Ausmaß annehmen können wie in den USA. Die Regierung hatte damals fast alle Arten halbautomatischer Waffen verboten.

Der Amokläufer habe sich beim Eintreffen der Polizei das Leben genommen, sagte der Polizeichef der Universität, Wendell Flinchum. Es gebe noch keine Hinweise auf das Motiv für die Bluttat. Unter den Opfern sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin keine Deutschen.

Die Polizei benötigte Stunden, um die Identität des Täters festzustellen. Nach Berichten von Augenzeugen hatte sich der Amokläufer mit einem Kopfschuss schwer entstellt. Seine Identität solle vorerst nicht bekannt gegeben werden. Eine Augenzeugin sagte, es handele sich um einen jungen Mann asiatischer Abstammung. "Er war wie ein Pfadfinder gekleidet", sagte sie dem US-Sender CNN.

"Sein Gesicht flog weg"

Der Amoklauf begann einem Kommilitonen zufolge nach einem Streit des Täters mit seiner Freundin. Der Schütze, nach unbestätigten Berichten ein Student aus China, habe im Studentenwohnheim mit seiner Freundin gestritten und diese plötzlich niedergeschossen, berichtete der taiwanische Student Chen Chia-hao in einem Telefoninterview des taiwanesischen Kabelfernsehkanals CTI aus den USA. Nach dem Amoklauf habe er sich umgebracht: "Er schoss sich von hinten in den Kopf und sein Gesicht flog weg. Das macht es so schwer, ihn zu identifizieren."

Quelle


Meine Frage an euch : Findet ihr es richtig,wie Bush sagt,das man die Waffengesetze trotzdem nicht verschärfen soll in den USA oder seid ihr anderer Meinung?
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Calvin« (17. April 2007, 16:43)

  • Zum Seitenanfang

Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

2

Dienstag, 17. April 2007, 16:58

Waffen waren immer ein Statussymbol der USA...angefangen mit der Besetzung des Kontinents, die Ausrottung der Indianer, Krieg zw. Süd und West, Demokratisierung div. Länder, etc v. Von Anfang an würde dem Amerikaner eingetrichtert, das er von Gefahren umgeben ist, gg. welche er sich schützen muss. Und dafür braucht man halt ein, zwei M16-Sturmgewehre!

Wie Homer Simpson sagte: "Ich poche auf mein recht, eine Waffe besitzen zu dürfen! Wenn der König von ENgland plötzlich vor deiner Tür stehen würde und Besitzansprüche erheben würde, wärest du froh eine Waffe zu haben!!"

Wahrscheinlich wird jetzt vermehrt zum Waffenkauf aufgerufen, damit man sich gg. diese Amokläufer verteidigen kann!

__

Nicht zu vergessen die NRA (http://de.wikipedia.org/wiki/National_Rifle_Association): Die pumpen Unmengen an Geld in die Staatskassen. Wäre doch schon blöd, die gegen sich aufzubringen...

___


//Achtung: Dieser Beitrag beinhaltet Überspitzungen und Verallgemeinerungen, zudem dürfte er politisch inkorrekt sein!//

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kedyns Krähe« (17. April 2007, 16:59)

  • Zum Seitenanfang

Webpoet

Profi

Registrierungsdatum: 8. März 2004

Beiträge: 1 441

Geschlecht: Männlich

3

Dienstag, 17. April 2007, 17:07

Ich halte das extrem liberale Waffengesetz der USA auch nicht für richtig. Obwohl dies vermutlich eine bestehende Situation nur verschlimmert. Denn immerhin gibts es im benachbarten Kanada mehr Waffen pro Einwohner und trotzdem deutlich weniger entsprechende Gewalttaten.

Außerdem vermute ich sie werden auf dem Computer des Täters noch ein bis zwei "Killerspiele" finden und daher auch dort die eigentliche Ursache des ganzen.
Lerne zu pokern wie die Profis und gewinne mit Strategie! Hole Dir Deinen $50+$100-Bonus von PokerStrategy.com!
  • Zum Seitenanfang

Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

4

Dienstag, 17. April 2007, 17:23

Zitat

Original von Webpoet
Außerdem vermute ich sie werden auf dem Computer des Täters noch ein bis zwei "Killerspiele" finden und daher auch dort die eigentliche Ursache des ganzen.


Das ist nicht gesagt! Es könnten auch Bands wie Marylin Manson und Slipknot schuld sein!
  • Zum Seitenanfang

Antigone

Fred-Töter

Registrierungsdatum: 20. Februar 2006

Beiträge: 1 633

5

Dienstag, 17. April 2007, 17:55

Ich denke nicht, dass ein freies Waffengesetzt das Problem ist. Siehe eben Kanada oder die Schweiz. Im Vergleich zur Schweiz bin ich immer zu dem Schluss gekommen, dass es am Demokratieverständnis hapert, dass die Schweiz und die USA in Bezug auf Waffen als ebenbürtig anzusehen sind. Mhm... woran auch immer es liegen mag, womöglich hat KedynsK Recht,... aber es liegt definitiv nicht am Waffengesetz an sich.

Sapere aude!
  • Zum Seitenanfang

Resurrected

MiesePÖHter

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 3 031

Geschlecht: Männlich

6

Dienstag, 17. April 2007, 18:13

Seid gegrüßt!

Zitat

Original von Webpoet
Außerdem vermute ich sie werden auf dem Computer des Täters noch ein bis zwei "Killerspiele" finden und daher auch dort die eigentliche Ursache des ganzen.


Also zu diesem Thema...:
http://www.pcaction.de/?article_id=575661

*crazy*

Resurrected

As sure as night is dark and day is light...
I keep you on my mind both day and night...
And happiness I've known proves that it's right...
Because you're mine...
I walk the line
  • Zum Seitenanfang

Registrierungsdatum: 11. Oktober 2003

Beiträge: 3 270

7

Dienstag, 17. April 2007, 18:31

Mhh,

ich finde es wichtiger, dass Amerika im Allgemeinen mal die Gesetze zum Waffenbesitz überdenken sollte.
Was angeblich Bush nun auch tun will..

Dys
Liebe ist wie der Wind - Man kann sie nicht sehen, aber fühlen!
  • Zum Seitenanfang

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

8

Dienstag, 17. April 2007, 18:51

So wie ich es mitbekommen hab,hat Bush betont,nichts an den Waffengesetzen zu ändern,weil er meint dass da nicht das Problem liegt?!

Calvin
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
  • Zum Seitenanfang

Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

9

Dienstag, 17. April 2007, 19:07

Zitat

Original von Kedyns Krähe
Waffen waren immer ein Statussymbol der USA...angefangen mit der Besetzung des Kontinents, die Ausrottung der Indianer, Krieg zw. Süd und West, Demokratisierung div. Länder, etc v. Von Anfang an würde dem Amerikaner eingetrichtert, das er von Gefahren umgeben ist, gg. welche er sich schützen muss. Und dafür braucht man halt ein, zwei M16-Sturmgewehre!

waffen sind in den usa auch ein symbol gegen politische unterdrückung und werden durchaus auch mit dem recht auf widerstand gegen die staatsgewalt legitimiert. das waffenrecht ist sicherlich heutzutage in punkten anachronistisch, ist aber im zeichen der amerikanischen verfassung, die primär zur krontolle bzw. regulierung von macht ausgearbeitet wurde, ein durchaus liberales zeichen.
der nord-süd konflikt steht übrigens, ebenso wie die befreiung despotisch unterjochter länder in der moralisch-universalistischen tradition der usa, aus welcher sich auch das recht auf widerstand speist.
um den liberalismus aber auch etwas einzuschränken muss gesagt werden, dass waffenbesitz für vorbestrafte illegal ist (bsp. snoop dogg).

teilweise findet sich diese anachronistische spannung in dem zitierten homer-simpson satz wieder, der das sehr gut trifft.


was in der tat spannend wäre, wär zu beobachten wie massiv die "Killerspiel"debatte in den usa ausfällt... in deutschland verfolge ich die durchaus interessiert.

[nachtrag]Was ich interessant finde, und mir gerade noch einfiel, ist, dass sich die fronten in der frage durchaus was verwischen.
Dieses bedrohungsszenario was den amerikaner prägen soll (nach der Dialektik der Aufklärung wäre es sogar konstitutiv für die gesamte "aufgeklärte" Welt) klingt sehr an den comicstrip aus "Bowling for columbine" an, der das ja sehr überspitzt parodiert. Es wäre auch spontan die einzige quelle die mir einfällt, die es in einer kedyn entsprechenden art und wiese behauptet, wobei ich da für weitere quellen sehr offen wäre.
Hobbypsychologe Michael Moore kommt ja in dem gleichen film, aufrgund von kanada, zu genau der argumentation, dass es nicht nur das waffenegsetz sondern speziell eine "mentalität" sei, die zu diesen Mordquoten führen würde.
Zwar verteidigt er dann Manson als stellvertreter der Hauptangeklagten subculture, aber kommt dann genau zu dem schluss, das gewaltdarstellung (wenn auch nicht explizit spiele) da eine wichtige rolle spielen würden.
Da führt dann die mentalitätsbestimmung zu genau jener unsäglichen Gewaltdebatte wie wir sie z.B. im Bezug auf PC-Spiele gerade erleben.

auch die NRA ist da in vielen punkten erst einmal übberraschend. Die reaktionäre position der NRA und die gefährlichkeit der (mir bekannten) organisationsziele ist unbestritten, es ist aber (siehe wikilink) sehr spannend, dass sie sich aus den Unionsgruppen rekrutierte und in einer republikanischen tradition steht.
die republikaner standen damals feindlich gegen die demokraten, welche sich als offen rassistische organisation gründeten. Aus diesem grund wurde die NRA, als die truppe, welche militante sklavenbefreiung praktizierte, vom KKK als Feind betrachtet...
heutzutage stehen die republikaner übrigens skeptischer zur waffenegsetzgebung als die demokarten.
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Leronoth« (17. April 2007, 19:35)

  • Zum Seitenanfang

Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

10

Dienstag, 17. April 2007, 23:03

Zitat

Welche Gründe gibt es jährlich für die unglaublich hohe Zahl von über 11.000 Toten durch Schußwaffen in den USA? In Deutschland sind es "nur" 381, in Großbritannien 68, Japan zählt 39 und Kanada 165 Tote, obwohl es in Kanada fast ebensoviel Waffen pro Kopf im Privatbesitz gibt, wie in den USA. „Sind wir verrückt nach Waffen - oder sind wir nur verrückt?“(Michael Moore, P_2)


QUELLE: http://www.iminform.de/iminform/Archiv/B…hael_Moore.html

Die Zahlen dürften so aus den Jahren '99-'00 sein, aber sich in den Relationen nicht zu stark verändert haben. Besonders der Vergleich USA(11.000) : Kanada(165) springt ins Auge...

Woran das liegt kann ich nicht sagen, aber dass da was geändert werden muss ist klar. Zum Themen-Massaker tauchten bereits jetzt die ersten Kommentare auf, dass das Massaker schon früher hätte beendet werden können, wenn die Studenten versteckt Waffen hätten ttragen dürfen.*wall*
  • Zum Seitenanfang

Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

11

Mittwoch, 18. April 2007, 00:03

die realität fungiert natürlich wunderbar als stichwortgeber. Und trotz der teilweise grausigen quellennachweise von herrn moore, nehme ich die fakten jetzt einfach mal an. Erklären tut das nur erstmal garnichts, und auch einzelne kommentare zur bewaffnugnslage sind erstmal kein repräsentatives meinungsbild einer nationalbevölkerung.

es wäre wichtig da erstmal festzustellen, dass zwei seperate bereiche, nämlich schusswaffenmorde und amokläufe vermengt werden, die eben öffentlich vollkommen anders wahrgenommen werden.

das legalität von waffen zumindest bei schulamokläufen kein begründender faktor ist, sollte ein vergleich der schulmassaker in Deutschland und USA ziemlich schnell zeigen.
Da sind die quantitativen differenzen nämlich trotz der unterschiedlichen bewohnerzahlen und hohen schulischen integration in den USA nicht mehr in der oben benannten Gestalt zu erkennen, sondern kehren sich eher um.

der sprung von moores argumentatioon, die den faktor schusswaffengesetzgebung widerlegt und deinem letzten fazit stehen übrigens bestenfalls in keinem zusammenhang, sondern widersprechen sich im schlechtesten Fall sogar.
Denn entweder ist Waffenlegalität nun die Dummheit "zum vor den kopf schlagen" (grob dein fazit) oder sie spielt einfach keine rolle (Moores Kanadavergleich). Beides gleichzeitig geht da leider nicht auf...
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leronoth« (18. April 2007, 00:05)

  • Zum Seitenanfang

HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

Registrierungsdatum: 27. September 2003

Beiträge: 2 365

Geschlecht: Weiblich

12

Mittwoch, 18. April 2007, 08:27

Was durchaus für mich auch interessant ist, ist dass es dieses mal nicht iene Middleschool oder eine Highschool war, nein es war eine Universität und wie auch aus diesem (Klick me) Bericht der FAZ heraus geht, scheint der Student nicht mal auf Killerspiele und Heavy Metal zu stehen. (naja oke er war ein Einzelgänger... :rolleyes: )
Aber wie dem auch sei... auch an Amerikas Unis tut sich was.

Luna.
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
  • Zum Seitenanfang

Kedyns Krähe

Kritiker ;-)

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2004

Beiträge: 2 960

13

Mittwoch, 18. April 2007, 08:38

Zitat

Oriiginal von Hijadelaluna
Was durchaus für mich auch interessant ist, ist dass es dieses mal nicht iene Middleschool oder eine Highschool war, nein es war eine Universität und wie auch aus diesem (Klick me) Bericht der FAZ heraus geht, scheint der Student nicht mal auf Killerspiele und Heavy Metal zu stehen. (naja oke er war ein Einzelgänger... Augen rollen )
Aber wie dem auch sei... auch an Amerikas Unis tut sich was.


Haha...auf RTL wurd heut schon erwähnt, dass der Täter Killerspiele spielte und auch an gewalttätigen Theaterinszenierungen mitgewirkt hat. In diesem Sinne: Verbietet Theater - Verbietet Aufruf zum Amoklauf!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Kedyns Krähe« (18. April 2007, 08:41)

  • Zum Seitenanfang

Satyr69

langes Elend

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 3 244

Geschlecht: Männlich

14

Donnerstag, 19. April 2007, 11:45

  • Zum Seitenanfang

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

15

Donnerstag, 19. April 2007, 14:33

Tja,was soll man dazu noch sagen. Bei soviel Geisteskrankheit fehlen einem die Worte. Er war ja anscheinend schonmal in ner Klinik,wurde aber wieder entlassen blabla... Man könnte also sagen,da haben Mediziner und Psychologen einen Fehler gemacht bzw. eine Verkettung von Fehlern,aber andererseits hat es ja niemand ahnen können WAS er plant...

In nem anderen Forum wurden Vorwürfe speziell gegen Bush laut. Ich finde aber das man ihm nicht die Schuld für 32 Tote geben kann,"nur" weil er die Waffengesetze nicht verschärft. Er ist Präsident der Vereinigten Staaten,aber er kann sich doch nicht um JEDEN Bürger einzeln kümmern,ich versteh nicht wie Menschen so eine "Meinung" haben können...

Was meint ihr?

Calvin
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
  • Zum Seitenanfang

Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

16

Donnerstag, 19. April 2007, 16:14

...naja mal ganz nebenher es gibt mehr als genug leute, die bereits in einer klinik waren und nicht auffällig wurden...
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
  • Zum Seitenanfang

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

17

Donnerstag, 19. April 2007, 17:38

Zitat

Original von Leronoth
...naja mal ganz nebenher es gibt mehr als genug leute, die bereits in einer klinik waren und nicht auffällig wurden...



Deiner Meinung,aber WENN was passiert sinds immer die Ärzte die fehler gemacht haben,das finde ich nicht gerechtfertigt. Hauptsache man hat Schuldige oder wie?

Calvin
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
  • Zum Seitenanfang

Medivh

Moderator

Registrierungsdatum: 25. März 2004

Beiträge: 1 162

Geschlecht: Männlich

18

Donnerstag, 19. April 2007, 17:50

ich denke nicht daß Lero hier gemeint hat daß die Ärzte Schuld sind... Oo das hab ich eher aus deinem ersten Post herauslesen können...

Eine Verschärfung der Waffengesetze wäre sinnvoll denke ich. Die Anzahl der Straftaten wird man damit nicht unbedingt stark verringern können, aber zumindest jene die einen tötlichen Ausgang finden.
Es macht einen Unterschied ob ein in der Schule gemobbter Schüler irgendwann seine Peiniger verprügelt oder meintewegen mit einem Stock traktiert oder ob er eben eine von den Waffen daheim nimtm und diese erschießt.

und daß man in einer Klinik war bedeutet keineswegs daß ein Amoklauf naheliegen muss.
Wenn du dich mit dem Alkohol einlässt verändert sich nicht der Alkohol, der Alkohol verändert dich!
  • Zum Seitenanfang

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

19

Donnerstag, 19. April 2007, 17:54

Zitat

ich denke nicht daß Lero hier gemeint hat daß die Ärzte Schuld sind... Oo das hab ich eher aus deinem ersten Post herauslesen können...


Ich hab net gesagt dass Lero das gesagt hat ;) Ich hab gesagt dass bei der Presse jetzt z.b. wieder die Ärzte irgendwie schuld sind. Ich geb niemandem ausser dem Täter selbst die Schuld.

Calvin
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
  • Zum Seitenanfang

Kasmodiah

Dea ex machina

Registrierungsdatum: 26. September 2003

Beiträge: 3 200

Geschlecht: Weiblich

20

Donnerstag, 19. April 2007, 21:45

Ich habe hierzu einen interessanten Link gefunden, der sich auch mit den möglichen Ursachen befasst:


*klick*
The hardest thing in this world is to live in it.
Be brave.
Live.

“Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.” [Marie Curie]
  • Zum Seitenanfang

Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

21

Donnerstag, 19. April 2007, 22:00

Guter Artikel und noch ein Beweis sozusagen dafür dass es nicht gerade auf Waffengesetze ankommt. Wer töten will,schafft das auch - leider

Calvin
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
  • Zum Seitenanfang

QuadratImKreis

... doesn't care.

Registrierungsdatum: 30. November 2003

Beiträge: 2 240

Geschlecht: Männlich

22

Sonntag, 22. April 2007, 00:15

Faszinierend fand ich die engagierte Dozentin, die immer wieder versucht hat an ihn dran zu kommen und die sich damit auch an die Uni gewandt hatte.

Zum Thema Waffengesetze verschärfen...

Ich halte freien Waffenbesitz grundsätzlich nicht für falsch, ein Mensch sollte eine Waffe besitzen dürfen, wenn er das will. Eine Waffe macht noch lange keinen Mörder.
Eine laxe Regelung führt m.E. auch nicht zwangsläufig zu mehr Gewalttaten. In einem Land in dem 80% der Bundesstaaten die Todesstrafe praktizieren, sollte eigentlich allein das schon zur Abschreckung dienen. Da nutzen schärfere Waffengesetze nicht unbedingt was.

Mal davon abgesehen, dass es für alles einen Schwarzmarkt gibt und, dass jemand, der an Waffen kommen will, das auch unter erschwerten Bedingungen schafft.

--QIK
Kein Tag vergeht, ohne daß ich mich nicht aufgeregt hätte über Menschen,
die wirklich besser einen Goldfisch gekauft hätten.
Aber nein, es mußte ein Hund sein.

Dimidium facti qui coepit habet.
--Horaz
  • Zum Seitenanfang

Eztenxiar

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 14. Oktober 2003

Beiträge: 277

Geschlecht: Männlich

23

Montag, 23. April 2007, 20:25

es ist interessant zu sehen, wie sich das thema terrorismus immer weiter in das bestehende sozialsystem einfrisst. dies zusammen mit rassismus und anderen gewalttaten sind natürlich hart. und ohne rassistisch sein zu wollen muss ich jetzt doch mal ganz ernsthaft fragen - was wollte dieses dreckige schlitzauge eigentlich erreichen ? bbc erhielt einen detaillierten bericht - und strahlte einen bruchteil aus.
mal ernsthaft - es wird weitergehen - bush wird selbstverständlich die waffenfreiheit bis zum letzten aufrechterhalten - er wird auch wenns geht in alaska nach öl bohren - aber wen interessiert das eigentlich? alaska ist doch nur ein haufen unbebautes land - ok,naturschutzgebiet aber egal, da gibts öl - und gewalt; es sind doch eh nur die videospiele und das internet sowie gewaltverherrlichende hiphoptexte, die die leute so verwirren *haha* und der liebe bush der ja so angagiert hinter terroristen her ist - der kann nichts dafür - man stelle sich vor, man dürfe keine waffe tragen und eines tages steht einem so ein bekloppter in der wohnung...bewahre.
nichts für ungut, wenn ich das thema etwas sarkastisch beurteile - aber mal ehrlich: wären die schüler von einer durchsage statt einer mail gewarnt worden wären (oder beides) wäre mit sicherheit weniger passiert.
ich schätze man ist sich einig, dass dieser amoklauf ganz große scheiße ist - aber ohne informationen über die tat (abgesehen von ein bekloppter stürmte die schule, knallte 32 menschen ab,dannach sich selber und zurück bleiben ein haufen dumm glotzender fressen) kann ich mir kein urteil über den tathergang machen bzw. über das motiv des täters, welches mich eigentlich als einziges interessiert - und nicht ausgestrahlt wurde (schätzungsweise, weil man den standpunkt des amokläufers in irgendeiner weise sicher nachvollziehen kann)..
Heavy Metal forever !!!
  • Zum Seitenanfang

Antigone

Fred-Töter

Registrierungsdatum: 20. Februar 2006

Beiträge: 1 633

24

Montag, 23. April 2007, 21:45

@motö: Da kann ich Dir nur Recht geben. Von den Jungs der Columbine High School ist wohl auch den wenigsten bekannt, was sie in ihren Briefen geschrieben habe, und wie sie ihren Amoklauf begründet haben. Und bei den beiden kann ich es wahrlich nur all zu gut nachvollziehen. Und vielleicht, wenn ich in einem gewalt- und waffenverherrlichenderem Land aufgewachsen wäre, dann wäre ich vielleicht - unter ähnlichen Voraussetzungen - auch Amok gelaufen.

Sapere aude!
  • Zum Seitenanfang

Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

25

Dienstag, 24. April 2007, 21:27

Zitat

Original von Antigone
Und vielleicht, wenn ich in einem gewalt- und waffenverherrlichenderem Land aufgewachsen wäre, dann wäre ich vielleicht - unter ähnlichen Voraussetzungen - auch Amok gelaufen.

na da sind wir ja alle froh, dass der deutsche staat uns das nicht zumutet und wir andere sublimierungsmöglichkeiten haben. :)
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
  • Zum Seitenanfang