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Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

1

Sonntag, 7. Mai 2006, 13:25

Deutschland erstickt im Müll

Berlin - Wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten droht nach "Spiegel"-Informationen ein Müllnotstand in Deutschland.

Nach Angaben der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall lagern zur Zeit mindestens 1,2 Millionen Tonnen Müll in Notzwischenlagern, berichtet das Magazin.

Der Verband der Müllverbrennungsanlagen (ITAD) schätze, dass es bis Sommer über zwei Millionen Tonnen Abfall sein dürften. Zugleich liefen im Juni 2006 die ersten Zulassungen für Notlager aus. Der Müll muss dann nach den neuen Abfallvorschriften entweder verbrannt oder vor Lagerung in Deponien so behandelt werden, dass keine Schadstoffe mehr austreten.

Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums machte für die Probleme fehlende Vorsorge von Betrieben und Entsorgungsunternehmen beim Gewerbemüll verantwortlich. Man habe ausreichend Zeit gehabt, sich auf die seit Sommer 2005 geltenden neuen Abfallvorschriften einzustellen, sagte er am Samstag in Berlin. ITAD-Chef Ferdinand Kleppmann sagte dem "Spiegel": "Im Frühjahr wächst traditionell die Müllmenge. Unsere Verbrennungsanlagen arbeiten aber schon am Anschlag."

Quelle : klick

Edit: Thema in "Aktuelle News" verschoben - Res
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
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Liliths Sohn

Fortgeschrittener

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2

Sonntag, 7. Mai 2006, 14:07

Ist das Verbrennen von Müll wirklich der richtige Weg?

Wenn ich mir ansehe, wie oft Produkte mehrfach verpackt sind, frage ich mich ernsthaft.

Irgendwie hatten wir dieses Problem in der DDR nicht. Gut, die Verpackungen waren nicht so auf Hochglanz getrimmt, aber es war praktisch und durch die Art der Verpackung wurde nie so viel Müll produziert, wie es heute der Fall ist.

Dazu gab es spezielle Sammelstellen und der Wiederverwertungsgrad des anfallenden "Müll`s" war deutlich höher.
Das echte Gefühl ist wie der Fluss,
der im Sonnenschein dahinfließt
und später mit demselben
freudigen Murmeln die Dunkelheit
der Nacht durchquert.

Weisheit der Cheyenne
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Cthulhu

Kaputtalist

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Beiträge: 2 680

Geschlecht: Männlich

3

Sonntag, 7. Mai 2006, 14:33

tja, die "kleinen" Probleme der Wohlstandsgesellschaft fallen nun mit aller Wucht auf uns zurück. Jahrzehntelanges Leben ohne je einen Gedanken an die Zukunft zu verschwenden rächt sich nunmal!
early bird gets the worm, but the second mouse gets the cheese
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Calvin

Moderator/in

Registrierungsdatum: 4. Dezember 2005

Beiträge: 2 128

4

Sonntag, 7. Mai 2006, 14:43

Eben. Genau wie sich die Natur immermal wieder rächt,weil niemand an sie denkt^^
..."Was kostet die Welt? ... Achso ... Hm. Dann nehm ich ne kleine Coke"
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Registrierungsdatum: 23. September 2003

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5

Sonntag, 7. Mai 2006, 16:07

Ich verstehe es nicht so ganz, müll ist heut zutage ein wirklich wertvoller rohstoff. Ein großteil des mülles könnte mit den richtigen anlagen wiederverwertet werden. Entweder komplett recycled, oder eben getrennt entfeuchetet und aufbereitet, ein brennstoff erzeugt werden, mit dam man verhältnismäßig umweldfreundlich energie erzeugen könnte.

Aber was macht man, bzw. hat man gemacht ? Viel zu überdimensionierte müllverbrennungsanlagen bauen, oder immer noch in erster liniie an anfänglich kosten güntigere methoden wie deponie denken. Den Fakt ist das jeder am müll verdient, außer die haushalte die ihn bezahlen, ,müssen.

Im großen ganzen ist man dieses problem wohl von grund auf falsch angegangen.


-
Masilius
"Sei du selbst die Veränderung, die dur dir wünscht für diese Welt."

¤

"Das Leben ist nichts anderes, als die endlose Probe einer Vorstellung, die niemals stattfindet."

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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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Beiträge: 7 082

6

Sonntag, 7. Mai 2006, 16:20

ich denke dass ein progressiver umgang mit der müllproblematik unabdingbar ist. dieser umgang muss auf ejdnefall auf einer transnationalen ebene stattfinden und die irrationalität in der rationalen wirtschaft erkennen.
es ist also notwendig die grundlagen für eine (objektiv) irrationale werbe und verpackungspolitik der produzierenden unternehmen zu hinterfragen.

Die lösung kann ejdoch weniger eine sozialistische planwirtschaft sein. zwar löst sie ein müllproblem sicherlich (da werbung nun einmal in einer anderen form auftaucht und die prosukte massiv standardisiert sind) aber hat andere bekannte probleme.
Mit repressiver fortschrittskritik, egal ob von naturalistischer oder sozialisitischers eite wird ein müllproblem ncith gelöst.

die rationalen wege um das müllproblem zu lösen müssen in den progressiven elementen der kapitalistischen gesellschaft ihre wurzel haben.
wieder einmal stellt sich hier also die frage in wie weit die lösung für das kostenextrenalisierungsproblem in dieser gesellschaft möglich ist.
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
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ShadowCat

Diva mit Krallen

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Beiträge: 635

Geschlecht: Weiblich

7

Sonntag, 7. Mai 2006, 19:27

da bin ich ja mal gespannt was es dann wieder für lösungen geben wird...

wie wärs denn mit ner erhöhung der müllgebühren? wäre doch mal ne passende gelegenheit *kopf schüttel*

ich werde manchmal schon echt wahnsinnig, wenn ich mir anschau, dass manche produkte echt drei- bis viermal eingepackt sein müssen, ist das denn wirklich notwendig??
Lieben heißt nicht, sich in die Augen zu sehen,
sondern gemeinsam in die gleiche Richtung zu blicken.

(A. de Saint-Exupéry 1900-1944)
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

Registrierungsdatum: 24. September 2003

Beiträge: 7 082

8

Sonntag, 7. Mai 2006, 19:49

Zitat

Original von ShadowCat
ich werde manchmal schon echt wahnsinnig, wenn ich mir anschau, dass manche produkte echt drei- bis viermal eingepackt sein müssen, ist das denn wirklich notwendig??

komtm auf den notwendigkeitsansatz an. wenns kapitalistisch nicht rational wäre würde es nicht gemacht.
ganz globalradikal gedacht ist es sicher nicht notwendig, aber unter den gegebenen Umständen ist es das durchaus...
Herz voll Leid und Missgeschick,
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Baudelaire
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