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Immer wiweder kreisen Ibsens Dramen um den Problemkomplex der Lebenslüge. (...) Nur scheinbar sind Ibsens Dramen pessimistisch - zumindest in "nora oder ein Puppenheim" ist die optimistische Grundtendez unübersehbar: Ibsen ist zutiefst davon überzeugt, dass der Mensch sich aus kleinbürgerlichen Unwahrheiten zu befreien, sien Leben zu ändern, zu sich selbst zu finden habe. (...) Auch Nora muss erkennen, dass Helmer sich ein Scheinbild von ihr gemacht hat, dem sie ängstlich zu entsprechen bestrebt war: " Ich lebte davo, dass ich dir Kunststücke vormachte". Wie sie für ihren VAater ein "Puppenkind" war, ist sie für ihren Mann eine "Puppenfrau§. Ja mehr noch Helmer hält sich viel darau zu gute, seine Frau durch großmütige Vergebung "zum zweiten Mal in die Welt gesetzt" zu haben, so dass sie "in doppeltem Sinne dadurch sien Eigen..., sein Weib und d sein Kind zugleich geworden" sei.
Das Buch handelt aber nicht nur um dieses Thema, vor allem geht es Ibsen "umd ie MEnschwerdung des EInzelnen".
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"Wenn man auf dem Zettel (d. h. in der Programmankündigung) Nora liest, hat man gar keine Lust, hinzughen. Das Stück bietet kaum Geheimnisse, denkt man..., wenn man aber drinsitz: dann spürt man doch die Tatze... Hier enthüllt sich das nicht mehr Zeitliche, das für immer Unverstaubliche drain: wie ein Mensch, die Nora, plötzlich die Menschwerdung mit erzitterndem Schwez durchmacht"
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Kennzeichnend sind die hintergründige Symbolik der Leitmotive und die episch-monologische Form. Obwohl die Dramen Thesenstücke sind, stellt Ibsen lebensvolle Gestalten auf die Bühne. Endgültigen Weltruhm brachte ihm »Et dukkehjem« (1879; deutsch »Nora oder Ein Puppenheim«). In einigen seiner späten symbolistischen Dramen nahm er psychoanalytische Erkenntnisse vorweg, aufgezeigt u.a. an schwierigen Charakteren (»Hedda Gabler«, 1890; deutsch) und an der Auseinandersetzung mit sich selbst (»Bygmester Solness«, 1892, deutsch »Baumeister Solness«; »Når vi døde vågner«, 1899, deutsch »Wenn wir Toten erwachen«). Ibsen hat nicht nur dem Naturalismus in Deutschland und Skandinavien den Weg bereitet, sondern auch das Drama des Symbolismus durch sein Spätwerk mitbegründet.
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Original von Kassandra
Danke für die Informationen, hört sich tatsächlich interessant an (achja, die "Theaterform" nennt man Drama).
Ich wollte aber eher wissen, wie ich das epochengeschichtlich einordnen kann, ob das eher leicht und flüssig oder doch eher mit dem Nachschlagewerk nebendran lesen muss... (ich weiß, ich stell unmögliche Fragen)